Cannabis-Entzug durchhalten

So bleibst du langfristig clean

Der 4. Schritt des Entzugs ist der Wichtigste! Die Motivation der ersten Tage verfliegt langsam und du fragst dich: Wie halte ich den Cannabis-Entzug durch? Zuerst musst du dir bewusst machen, dass es sowohl gute, als auch viele schwere Momente während des Cannabis-Entzugs gibt. Wir erklären dir jetzt wie du es schaffst, die 7 Wochen zu überstehen, auch wenn es mal nicht so läuft.

Wie du den Cannabis-Entzug durchhälst

Versuch dir klarzumachen das es Zeit brauch, bis dein Endocannabinoidsystem wieder im Gleichgewicht ist. Dein THC muss erstmal aus dem Körper. In diesem Zeitraum musst du dich auf die 3 Phasen konzentrieren und dir darüber im Klaren sein, dass du erst nach sieben Wochen wieder clean bist. Erst nach dieser Zeit wirst du dich wieder richtig gut fühlen. Rede dir auf keinen Fall ein, dass es dir mit dem Kiffen besser ging. Wir erinnern uns nämlich gerne nur an die guten Momente. Erinner dich an die Gründe, warum du aufgehört hast.

1. Zeit muss vergehen

Die Zeit während der drei Phasen ist etwas, das du gerne beschleunigen würdest, aber leider nicht kannst. Sieben Wochen ist eine lange Zeit. Versuche von Tag zu Tag zu denken. Mit jedem Tag, den du bewältigt hast, bist du deinem Ziel wieder ein Stück näher gekommen. Du wirst sehen, dass es nach Phase zwei jeden Tag angenehmer wird. Du wirst wieder besser schlafen und fängst an, das Leben wieder ohne Sucht zu genießen!

2. Warum mach ich das überhaupt?

Es wird in Phase zwei Momente geben, in denen das Rückfallrisiko hoch ist. Diese Momente sind sehr unangenehm, aber ganz normal. Hier erfährst du, wie du clean bleibst. Du musst dir in diesen Momenten bewusst machen, warum du aufgehört hast und wie es dir in der letzten Zeit ging, bevor du den Entschluss gefasst hast endlich mit dem Kiffen aufzuhören. Wenn es dir schwerfällt dich daran zu erinnern, weil es dir in diesem Moment schlecht geht, dann schreib dir eine Pro- und Kontraliste bevor du mit dem Cannabis-Entzug beginnst.

3. Erfahrungsberichte anderer Dauerkiffer

Eine tolle Möglichkeit dich zu motivieren ist Erfahrungsberichte aus dem Internet durchzulesen oder unsere Community zu besuchen. Dort erfährst du was andere Personen durchgemacht haben. Du wirst viele Parallelen zu dir finden und fühlst dich nicht mehr alleine mit deinem Problem. Es ist sehr interessant zu lesen wie die Anderen sich fühlen und wie sie durchgehalten haben. Außerdem erfährst du wie sie ihr Leben jetzt meistern und glücklicher sind als jemals zuvor.

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4. Neue Rituale und Gewohnheiten

Wenn du eine lange Zeit gekifft hast, wirst du viele Gewohnheiten haben, die nur schwer wieder aufzulösen sind. Du musst dich unbedingt hinsetzen und darüber nachdenken, wie du diese ändern kannst. Nachdem du clean bist, wird dir vieles einfach keinen Spaß mehr machen. Daher ist es wichtig, dass du neue Rituale und Gewohnheiten entwickelst. Es wird nicht einfach sein, aber wenn du es nicht versuchst, wirst du es schwer haben clean zu bleiben. Mach dir bewusst, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, der nach kürzester Zeit alte Gewohnheiten vergessen hat und sich schnell an Neue gewöhnt.

5. Plane deine neue Zukunft

Denk daran, wie gut es dir bald gehen wird. Überlege dir, was du mit deiner Zukunft anfangen willst, wenn du nicht mehr den ganzen Tag antriebslos und müde bist. Du wirst nicht mehr einfach herumsitzen können, weil es dir einfach kein Spaß mehr macht. Wenn du es geschafft hast mit dem Kiffen aufzuhören, kannst du deine ganze Energie und Konzentration auf die Sachen richten, die dir wirklich wichtig sind.

6. Du brauchst Freunde und Familie

Rede mit deinen Freunden oder deiner Familie, mit Menschen, die dich aufbauen und motivieren. Es ist wichtig, dass du dich jemandem mitteilen kannst. Dir wird in den drei Phasen viel durch den Kopf gehen und du wirst merken, dass es dir guttut mit jemanden darüber zu reden. Genauso wichtig ist es, dass deine Freunde oder Familie dich motivieren und dich in den schwierigen Momenten aufbauen.

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8 Kommentare zu „Cannabis-Entzug durchhalten“

  1. Sehr witzig ich habe weder Freunde noch Familie, die mich unterstützen könnten.
    Durch meine Behinderung bin ich auch kaum noch mobil, daher fällt auch spazieren gehen, VHS Kurse und andere Möglichkeiten Menschen in der Freizeit kennenzulernen flach. Also bleibt nur Filme gucken, Malen, Games zocken – Dinge die prädestiniert sind um nebenbei einen zu kiffen. Ich habe so den Eindruck diese Seite richtet sich an Menschen deren einziges Problem das kiffen ist, Menschen mit zusätzlichen Problemen werden hier nicht berücksichtigt. Und es entsteht die Illusion das Leben wäre unproblematisch, wenn man es nur erstmal schaffen würde mit dem kiffen aufzuhören. Aber nicht alle Menschen können das, was ihnen kiffen gibt, unproblematisch mit Hobbies und Freizeitaktivitäten ersetzen. Ein schöner Traum, der hier angepriesen wird, aber die tiefsitzenden psychologischen Probleme, die ein Kiffer erstmal klar kriegen müsste, um mit guter Grundvoraussetzung in einen Entzug zu gehen werden hier massiv vernachlässigt. Ich bin wenig überzeugt, dass irgendjemand wirklich von dieser Seite profitieren kann, ausser vielleicht die paar jugendlichen Kiffer die erst seit zwei, drei Jahren dabei sind und es wahrscheinlich auch noch ohne diese Tipps schaffen würden aufzuhören. Ich kiffe seit 32 Jahren – diese Seite ist ein schlechter Witz für Menschen wie mich.

    1. Hallo Hoschi,
      das hört sich ja nicht so schön an. Schreib uns doch mal über die sozialen Netzwerke an. Wir werden eine Lösung finden! Wir wünschen dir noch einen wunderschönen Abend 🙂

    2. Servus!
      Ich würde mir an deiner Stelle keine zu großen Hoffnungen machen, dass du nach 7 Wochen genauso zufrieden bist wie ein Mensch der noch nie gekifft hat.
      Du musst es schaffen mal ein ganzes Jahr clean zu bleiben und dann würde ich die Situation neu beurteilen..
      hab selbst gerade aufgehört und bin jetzt seit 5 Wochen clean (davor habe ich 7 Jahre gekifft und zwei mal aufgehört dazwischen) und ich muss sagen es geht mir zwar schon besser aber wirklich top ist es auch nicht.. Ich glaube/hoffe, dass die Zeit das regeln wird.
      Momentan geht es mir sogar schlechter als vor einer Woche und ich würde richtig gerne mal wieder einen anständigen Hut durchfetzen.. aber ich weiß von den letzten Malen wo ich aufgehört habe, dass das nur zu einem Rückfall führt und das will ich auf gar keinen Fall..

      Aber glaube mir, eine Gewohnheit die du 32(!!) Jahre hattest, wird nicht in 7 Wochen wieder verschwunden sein.. alles Gute dir!
      Lg

      1. Hallo Timo,
        da jeder Körper unterschiedlich auf den Cannabis-Entzug reagiert, sind auch die Zeiten unterschiedlich. Wir geben mit den 7 Wochen nur einen Druchschnittswert an. Da wir seit 2014 mit mehreren hundert Betroffenen zu tun hatten, konnten wir diese Zeit als Durchschnitt ausmachen. Wir haben Leute in der Community, die auch jahrelang täglich gekifft haben und nur ein paar Tage gebraucht haben, um sich wieder ausgeglichen zu fühlen. Andere haben aber auch noch nach Monaten mit Entzugserscheinungen zu kämpfen. Man muss beachten, das wir nur reine Cannabis-Konsumenten ansprechen, kein Mischkonsum! Wenn ein ehemaliger Dauerkiffer tiefgründige Probleme hat, wird er nach den 7 Wochen nicht pfeifend durch die Gegen laufen. In diesen Fällen muss ein Psychologe dem ganzen auf den Grund gehen. Durch unzählige Rückmeldungen und Feedback können wir selbstbewusst sagen, das unsere Entzugskur sehr viele Leben verändert hat. Wir wünschen dir weiterhin viel Kraft auf deinem Weg. Lg

  2. Ich glaube auch, dass der Tabak eine nicht unbeachtliche Rolle spielt in diesem Cannabis Drama. Wenn du deine Tüten mit Gras und Tabak drehst, hat das eine ganz andere Wirkung als wenn du nur pur rauchst. Meine Erfahrung. Habe Tabakjoints 22 Jahre fast ohne Pause abends fast wie Kette gesmoked. Das waren jeden Abend ca 10- 15 Kippen. Habe auch die Befürchtung dass ich evtl blöde Phasen im Entzug mit Tabak kompensieren will. Das finde ich ziemlich bedrückend werde aber versuchen auch da stark zu bleiben. Ich glaube daran, dass nach dem Entzug die Energie für die wichtigen Dinge im Leben da ist, wie sich treffen mit Menschen, Action, gesunde Freude am Leben (wo auch das Akzeptieren und bewusste Durchleben von Depressiven Phasen dazugehört), neues Hobbys . Ich glaube auch, dass man, wenn man noch andere Probleme hat außer Kiffen, dass man zuerst eine Suchttherapie machen sollte. Das geht bestimmt auch online in diesen Zeiten. Und dann gegebenenfalls eine geeignete Form von Psychotherapie angehen sollte. Wenn man will. Wollen ist können hab ich mal gehört. Danke für eure Seite! war 22 Jahre dauerbekifft und bin (erst) seit 5 Tagen Rauchfrei. Däumchen drücken :)) weiter so ?

  3. Hi
    Ich hab fast 5 Jahre jeden Tag gekifft und bin jetzt beim 10.Tag ohne Cannabis. Die ersten drei Tage hab ich das schwitzen gehabt. Seit heute habe ich starke innerliche Unruhe und Herzrasen. Wobei das Herzrasen schon ziemlich Angst macht. Ich kann aber trotzdem sagen das ich jetzt kein verlangen habe mir Stoff zu besorgen im Gegenteil ich bin froh schon den 10 Tag erreicht zuhaben und schau nach vorne das das mit der Zeit ja aufhört. Ich hab aber auch meine Familie im Rücken die mich stärkt. Und wenn die innerliche Unruhe zu heftig wird Nehm ich Baldrian Tropfen die mir gut helfen.

  4. Moin,
    Ich glaube das viele Kiffer Probleme haben dessen sie sich nicht bewusst sind.
    Ich war 39 und hatte seit 23 jahren täglich gekifft. Ich bin mit 16 aus der Schule gekommen und hatte gerade mal 4 jahre gearbeitet, und das mit mehreren Jobs. All meine Versuche aufzuhören sind kläglich gescheitert obwohl ich mittlerweile viele depressive Phasen durchmachte.
    Ich wusste das ich was ändern musste, konnte aber nicht. Ich war einfach zu schwach. Ich wusste einfach nicht was ich ändern musste um stark genug zu sein das ich clean werden kann….
    Ich hatte eine Menge Schulden ca. 20000 Euro die mir bewusst eigentlich egal waren aber wohl nicht unbewusst. Mit Hilfe meiner Freundin habe ich diesen Berg nun abbezahlt und siehe da es ist ein Wunder geschehen. Mit jeder bezahlten Rechnung ging es mir besser. Und als dann die letzte Rechnung bezahlt war fühlte ich mich irgendwie besser und stärker. Also unternahm ich nochmal einen Versuch clean zu werden.
    Diesmal war alles anders. Zwar hatte ich wie immer Entzugserscheinungen aber diese konnte ich diesmal viel besser aushalten. Ich bin zu keinem Zeitpunkt unmotiviert gewesen, ganz im Gegenteil, ich wollte es diesmal unbedingt schaffen.
    Ich hatte Träume von einem Führerschein, einem festen Job und wollte wieder mit fussball anfangen. Als ich noch bekifft war dachte ich mein Körper wäre garnicht mehr fähig Sport zu machen.
    Aber nun bin ich wieder voller Energie.
    Ich bin jetzt 42 und fast 3 Jahre clean, habe seit 2 Jahren einen festen job, fahre Auto, spiele Fußball im Verein, habe einige neue Freunde gefunden und die Frau geheiratet die mir ein neues Leben geschenkt hat.

    Nie wieder fasse ich dieses teufelszeug an.

  5. hallo allerseits.
    ich habe ungefähr 6 jahre hart gekifft, dazwischen bestimmt 5 mal versucht aufzuhören. einmal klappte es 32 tage. das war bis jetzt die längste zeit clean. genau wie hier angeführt, kam dann dieser moment, an dem ich dachte – ist das leben ohne wirklich so viel besser? und schon hatte ich mir einen ausnahme 10er geholt. das ging ca einen Monat gut und kontrolliert. allerdings war ich danach wieder full on. von morgens bis abends. nur wenn Termine anstanden, konnte ich mich zusammenreissen. da ich freischaffende Künstlerin bin und davon leben kann, kann ich mir den tag einteilen, wie es mir passt, was den Entzug nicht erleichtert. ich habe mir schon überlegt, einen job zu suchen, oder etwas ehrenamtliches zu machen. aber da wir ja in Pandemie Zeiten gerade sind – forget it. dazu lebt einer meiner dealer um die ecke, was auch gefährlich ist. alle anderen Nummern habe ich gelöscht. und auch blockiert. dummerweise bekommt man gars an jeder ecke in Berlin, wenn man sich auskennt. es wird also verdammt hart. ich bin nun am ende des 11. tags ohne, und langsam geht es mir etwas besser. die erste zeit konnte ich so gut wie gar nichts essen, habe geschwitzt wie in der sauna, ohne Grund angefangen zu weinen etc. das ganze Paket eben. da ich es ja schon ein paar mal versucht habe, wusste ich, was mich erwartet. ich habe ein gutes Hilfsmittel gegen totale lows und Schlafstörungen. l-tryptophan (bitte erst informieren, bevor ihr es nehmt). das ist ein serotonin booster, den man in der Apotheke bekommt ohne Rezept. ich verwende nur die 1000er. der rest ist irrelevant. ich habe schon das Gefühl, dass mir das sehr gut geholfen hat und harte abstürze in Depressionen aufgefangen hat. Schlafstörungen hatte ich gar keine, was die Sache sehr erleichtert. ich habe immer viel sport gemacht – auch beim hardcore kiffen bin ich meine 8-10km am tag gelaufen. das mache ich jetzt natürlich weiter und erhöhe auf 20km, wenn ich wieder 100% fit bin. jetzt ging es so jeden 2. tag mit dem laufen. heute war der erste tag, an dem ich nicht gerädert aufgewacht bin. was wirklich schlimm ist – die übersteigerte emotionality und die Aggressionen. ich habe mich in einer Woche mit 4 freunden zerstritten, was mich extrem fertig gemacht hat und ich fühlte mich verdammt alleine gelassen. da alle meine freunde keine kiffer sind und ich das nur alleine gemacht habe, gibt es von dieser Seite keine Probleme. nur – meine Problematik wird nicht ernst genommen. das wird abgetan als leichte dröge etc, und ich solle mich nicht so anstellen. finde ich unmöglich, da jeder im netz lesen kann, wie hart der Entzug sein kann. ich will es dieses mal wirklich schaffen, denn in meinen best Zeiten habe ich 400-600 euro verknifft, da ich finanziell keine Probleme habe. was mir auch hilft – ich mache eine Strichliste. jeden morgen ein weiterer strich. das motiviert mich zusätzlich. wovor ich angst habe – dass, wenn ich die 7 Wochen geschafft habe, irgendwann der moment kommt und ich denke – oh yeah, ein kleiner spliff wäre jetzt wundervoll. und swoosh nach 3 Wochen bin ich wieder dabei. ich will es wirklich schaffen dieses mal. leider gibt es auch keine Selbsthilfegruppen wegen diesem scheiss corona. und wegfahren geht ja auch nicht. also – laufen, laufen, laufen. das ist das einzige, was mich nach vorne treibt. und – die Aussicht auf ein schönes date im mai. mit einem Nichtkiffer und nicht raucher. in diesem sinne – ich wünsche uns allen viel kraft. m

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