Die Wirkung von Cannabis

Die Wirkung von Cannabis auf den menschlichen Körper ist faszinierend. Einige lieben es, andere können nicht verstehen, wie man sich so etwas antun kann. Wenn man Cannabis neutral betrachtet, muss man sagen, das es positive aber auch negative Eigenschaften hat.

1. Die psychische Wirkung von THC

Wissenschaftler haben Ende der 80er Jahre entdeckt, dass in unserem Körper ein eigenes, dem Cannabis sehr ähnliches System funktioniert. Das sogenannte Endocannabinoid-System. In diesem System wurden bis dahin zwei Rezeptoren entdeckt, die sowohl im Gehirn als auch außerhalb des Gehirns, an Nervenzellen im Immunsystem und in anderen Bereichen sitzen.

An diesen Rezeptoren greifen Botenstoffe an und diese Botenstoffe sind den Inhaltsstoffen des Cannabis sehr ähnlich. Gerade im Gehirn haben die Rezeptoren vielfältige Hirnfunktionen in der Verantwortung und so ist es auch leicht zu verstehen, dass der Konsum von Cannabis das Gehirn psychoaktiv beeinflusst. Diese Eigenschaften können sowohl positive als auch negative Empfindungen hervorrufen.

2. Positive Wirkung während des Kiffens

  • die Aufhellung der Stimmung
  • Entspannung
  • Heiterkeit
  • bis hin zu einer gesteigerten Redefreude.

3. Negative Wirkung nach dem Kiffen

  • negative Stimmung
  • unterdrückend Unruhe
  • Nervosität
  • Verwirrtheit bis hin zu
  • Verfolgungswahn und Panik, können dort die Auslösemechanismen sein.

4. Weitere Eigenschaften nach dem Konsum von Cannabis

Des weiteren hat Cannabis aber auch schmerzlindernde, muskelentspannende, krampflösende, appetitanregende oder aber auch Übelkeit unterdrückende Wirkungen und dafür wird Cannabis dann gerne in der Medizin eingesetzt.

5. Nebenwirkungen von Cannabis

Jetzt kommen wir zu den Nebenwirkungen von Cannabis. Hier entsteht vor allen Dingen ein erhöhtes Psychose-Risiko oder Schizophrenie-Risiko. Dieses werden durch viele Studien belegt. Hierbei sind aber zwei Punkte ganz wichtig zu nennen.

  1. Das ist zum einen, dass das Psychose-Risiko vor allen Dingen mit sehr frühem Cannabiskonsum in jungen Jahren zusammen hängt. Das heißt, gerade Kinder, Jugendliche und Heranwachsende, haben ein erhöhtes Psychose-Risiko, wenn sie früh mit dem Cannabiskonsum starten. Somit ist durchaus der Kinder und Jugendschutz beim Cannabiskonsum das A und O.
  2. Zum zweiten ist es allerdings auch so, dass man weiß, dass es eine grundlegende Voraussetzung für psychische Thematiken geben muss. Das kann zum einen sein, dass man eine genetische Veranlagung mit sich bringt. Zum anderen können auch andere Gründe vorliegen, wie familiäre Problematiken, Traumata, Stress oder andere Dinge. Daher muss man davon ausgehen, dass Cannabis tatsächlich nur dieser Funke ist, der das Fass zum Überlaufen bringt und zur Entwicklung der Psychose mit beiträgt. Grundsätzlich ist Cannabis aber nicht der alleinige Auslöser dafür.

6. Nebenwirkungen durch hohen THC-Gehalt

Alle Nebenwirkungen sind von THC Gehalt abhängig, da der THC-Gehalt auch für das Raucherlebnis verantwortlich ist. Gerade in den verkauften Produkten, schießt der THC Gehalt in den letzten Jahren immer weiter in die Höhe. Das gelingt durch besondere Züchtungen, durch Besprühen mit THC-haltigem Öl oder aber auch durch die Verwendung von chemisch veränderten Cannabinoiden. Diese sind noch mal ein vielfaches stärker, als das THC selbst. Nebenwirkungen können auch verschiedenste Streckmittel hervorrufen.

Hier ist die Gefahr an Nebenwirkung zu erkranken, doch höher als vielleicht noch vor einigen Jahren. Was durchaus vom Tisch ist, ist diese ganze Diskussion um „Cannabis ist eine Einstiegsdroge“. Da sind sich mittlerweile doch alle einig, das haben auch Studien gezeigt. Leider kommt immer mal wieder in der Öffentlichkeit vor, dass auch der ein oder andere Politiker noch von Einstiegsdroge Cannabis spricht. Das ist aber totaler Quatsch.

Man muss dazu vielleicht sagen, das die Dealer natürlich ein Interesse daran haben, auch mal andere Drogen anzubieten. So werden potenziellen Kunden bei der Stange gehalten. Zusätzlich können diese mehr Umsatz durch ein breiteres Angebot erwirtschaften. Man kann aber nicht grundsätzlich sagen, das Cannabis eine Einstiegsdroge ist.

7. Kiffen als Jugendlicher vs. Erwachsener

Darüber hinaus wird immer eine Gedächtnisstörung oder Konzentrationsstörung diskutiert. Hier ist man sich noch nicht 100 % einig. Man sieht allerdings in den Studien durchaus, dass das es auch vor allen Dingen Jugendliche und Heranwachsende betrifft.

Bei Erwachsenen muss man ja auch klar sagen, das wir viele Persönlichkeiten kennen, die Cannabis konsumieren aber trotzdem großes für die Gesellschaft geleistet haben. Daher kann man nicht allgemein sagen, das Kiffen zu einer Gedächtnisstörung oder Konzentrationsschwächen führt.

8. Die Abhängigkeit von Cannabis

Zur Abhängigkeit ist zu sagen, dass Cannabis durchaus eine psychische Abhängigkeit hervorruft und ein Cannabis-Entzug unausweichlich ist. Deutlich schwächer als bei andere Rauschdrogen muss der Konsum über einen  längeren Zeitraum andauern und regelmäßig sein. Bei starkem Konsum und lang anhalten Konsum ist auch durchaus eine körperliche Abhängigkeit bekannt, aber auch das deutlich schwächer als bei anderen Rauschdrogen der Fall ist.

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