Erfahrungsberichte von Dauerkiffern

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Erfahrungen von Dauerkiffern zum Entzug

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Hallo Leute 🙂

Ich möchte heute meine Erfahrung mit euch teilen, um euch von dem Holzweg abzuhalten, auf dem ich war. Ich studiere und arbeite nebenbei noch. Das Kiffen hat mich langsam gemacht und ich hatte Probleme beim Studium mitzukommen. Generell fiel es mir schwer, mich zu motivieren. Ich hatte die Hoffnung, dass es mir leichter fallen würde alles zu schaffen, wenn ich nicht mehr Kiffe. Also habe ich mich im Internet informiert, das Video zur Entzugskur gesehen, mich entschlossen sie zu kaufen und umzusetzen. Allerdings habe ich – und das meinte ich anfangs mit „Holzweg“- das Ganze nur halbherzig umgesetzt. Ich plante erstmal den Konsum zu reduzieren. So funktioniert es jedoch leider nicht. Ich habe den Prozess des Entzugs, der ohnehin recht lange dauert, dadurch nur unnötig verlängert und erschwert. Es war ein Auf-und-Ab. Ich habe ein paar Tage lang die Finger vom Gras gelassen, war dann aber total fertig und gestresst und hab mir einen Kleinen gegönnt. Das ging dann immer wieder so und ich hab letztlich wieder so gekifft wie zuvor. Logischerweise war ich nach einiger Zeit wieder am selben Punkt wie zuvor. Etwas musste passieren, damit ich mein Studium nicht in den Sand setzen oder einfach ewig studieren würde. Ich versuchte den Entzug erneut. Diesmal jedoch genau so, wie es mir in dem Kurs erklärt wurde. Es hat diesmal funktioniert, indem ich mich ganz auf das Aufhören konzentriert habe. Das hört sich immer so leicht an, aber ganz ehrlich – es war dreckig! Ich habe mich in meinem Körper unwohl gefühlt, weil ich geschwitzt und gestunken habe, die Nächte waren eine Katastrophe und ich konnte nicht vernünftig denken. Ich habe sogar einige Prüfungen deshalb vermasselt. Ich musste mich dringend mit mir selbst beschäftigen, um wieder auf den „richtigen Weg“ zu kommen. Man macht sich doch auf Dauer sonst nur kaputt. Die Prüfungen kann ich nachholen und dann richtig durchstarten. Ich bin noch nicht ganz drüber weg, es fällt mir alles noch ziemlich schwer. Aber es hat sich definitiv gelohnt diese Zeit zu opfern, um für eine bessere Zukunft zu sorgen. Und ganz ehrlich; das Jahr 2020 war eh für den Arsch. 2021 geht es für mich so richtig los!

In diesem Sinne; zieht es durch und bleibt gesund.

Hallo liebe Noch-Kiffer. Ich möchte euch berichten, wie ich meinen Cannabis-Entzug nach 10 Jahren Dauerkonsum empfunden habe. Mir war nach ein paar Jahren schon bewusst, dass ich aufhören muss, weil die Kifferei mich nur noch eingeschränkt hat.

Egal wie viel ich geraucht habe, ich war so gut wie jeden Tag am Kiffen. Ich habe mich im Spiegel angesehen und mir gedacht: „Man sieht, dass du kiffst Junge“. Meine Augenringe waren schlimm und das hat mich immer mehr an meine Wohnung gebunden. Ich habe mehr bestellt als einkaufen zu gehen, weil ich mich unwohl gefühlt habe. Das Kiffen hat irgendwie keinen Spaß mehr gemacht. Ich habe beim Kiffen Angstattacken bekommen, ständig Herzrasen und Herzstolpern. Das lag aber nicht daran, dass das Weed an sich schlecht gewesen wäre. Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr zu kiffen! Ich habe von heute auf morgen aufgehört.

Jetzt zu meinem Cannabis-Entzug. Ich habe die ersten 5 Tage sehr schlecht geschlafen. Jede Stunde wurde ich wach. Nachdem ich die ersten 5 Tage geschafft hatte, dachte ich: „Ok gut, schlafen ist zwar anstrengend, aber vielleicht wird es nicht schlimmer.“ Doch der Schein trügt. Ich hatte sehr oft Kopfschmerzen und habe auch Augenprobleme bekommen, die Lichter wurden scheinbar heller, meine Augen wurden also lichtempfindlicher und sie waren auch sehr trocken. Ich habe gegen die schlaflosen Nächte versucht vorzugehen, indem ich immer früh aufgestanden bin, um Frühstück zu besorgen. Jeden Morgen habe ich mich mit den verschiedensten Dingen beschäftigt.

Sehr oft war ich auf der AZK Seite und habe die Symptome nachgelesen und mir klargemacht, dass alles ganz normal sei. Ich war nun bei Tag 10 angekommen und ich habe alles, dass was ich mit dem Kiffen verdrängt habe, herausgelassen. Ich habe viel geweint, ich kannte mich so gar nicht. Ich hatte einen sehr guten Freund bei mir, er hat mich Tag und Nacht unterstützt. Ich war öfters am Überlegen, ob ich mich einweisen lasse, weil ich Echo-Flash-Backs hatte. Ein Gefühl war vergleichbar mit einer Art Absturz beim ersten Kiffen, nur ohne etwas genommen zu haben. Das war das Schlimmste für mich. Ich habe mir dagegen H&S Schlaf- und Nerventee aus der Apotheke besorgt. Ob Placebo oder nicht, die Nervosität war damit komplett besiegt.

Ich trank 3-4 Tees am Tag und einen vor dem Schlafengehen. Das hat Wunder bewirkt. Ich habe ein Hund, mit dem ich viel draußen war und irgendwie war alles anders. Mal hatte ich Glücksphasen, in denen es mir richtig gut ging und ich Bäume hätte ausreißen können. Und Mal welche, wo es mir nicht so gut ging. Also Downs und Up’s! Albträume habe ich für gut empfunden, weil ich wusste, dass sie das, was man unbewusst über Jahre durch das Kiffen verdrängt hat, wieder aufarbeiten.

Die Träume waren zwar sehr komisch, hatten aber für mich keine Bedeutung. Ich habe mit jemandem darüber geredet, wenn es wirklich mal krass war. Das muss man aber selbst wissen. Bei mir war es mein Mitbewohner. Ich habe mir eine App installiert, womit ich die Tage gezählt habe.

Nach 6 Monaten war ich clean, und auch mein Urin-Test war endlich negativ. Da der Urin nach 90 Tagen noch leicht positiv war, habe ich mein Umfeld gemieden. Jeder Kiffer war mir ein Dorn im Auge. Ich wollte nicht passiv rauchen, also habe ich mich erstmal fern gehalten.

Du brauchst keine Angst vor dem Cannabis-Entzug haben. Jeder schafft das. Die schlimmsten Zeiten sind die ersten Tage, zwischen Tag 5 und 25. Danach ist alles easy. Sei diszipliniert und halte es durch. Du schaffst das und denk bitte nicht daran, nach Monaten mal wieder Einen zu rauchen. Ich habe es selbst gemacht und war 40 tagelang wieder jeden Tag bekifft. Ich musste dann wieder von vorne anfangen mit dem Entzug. Also lass es am Besten ganz sein. Du sparst Geld, hast mehr Zeit und wirst reifer. Generell wird dein Wohlbefinden ohne Nebel im Kopf besser.

Ich hoffe, dass ich jemanden mit meiner Erfahrung die Angst nehmen kann, diesen Weg auch zu gehen. Du kannst nicht scheitern und bei jedem ist es anders mit dem Cannabis-Entzug. Mein Mitbewohner hatte nicht so viele Entzugssymptome wie ich. Er kiffte auch jeden Tag, Jahre lang. Dafür war er 90 Tage positiv.

Das hier wird jetzt genauso ein Kommentar, wie viele andere, die nach euren Videos den Entzug gemacht haben und sich dazu äußern wollen, aber ich will hier trotzdem nochmal etwas loswerden, einfach weil’s mir hilft. Ich hab euer Video „Aufhören zu Kiffen“ vor ca. 6 Wochen gesehen. Ich bin zwar kein Dauerkiffer und gehöre wahrscheinlich eher zu den milden Fällen, aber ich war schon auf einer ziemlich schiefen Bahn. Ich habe mehrere Monate fast täglich gekifft, hab mich auf wichtige Dinge nicht konzentriert, Menschen verletzt, die mir etwas bedeuteten, weil mein Hirn vernebelt war und war auf einem sehr guten Weg die Kontrolle zu verlieren. Gelebt nach der Lance Butters Line: „Hauptsache high, das Leben im Griff – zumindest zugedröhnt glaub ich mir dis.“ Ich hab gemerkt, dass ich von dem Zeug nicht loskam, dass ich nicht mehr die Droge kontrollierte, sondern anders herum. Und eines Abends, als ich wieder alleine zu Hause gesmoked hab, hat’s mir gereicht, ich hab gegoogelt, wie man mit dem Kiffen aufhört und bin sofort auf euer Video gestoßen. Das war so informativ, so gut und nah an der Realität, das Zeug wurde nicht verteufelt, ich hab mich in so vielen Punkten wieder erkannt. Und als es dann zu dem Punkt mit der Entwicklung kam, dass das Leben an einem vorbeizieht, habe ich mich entgültig für den Entzug entschieden. Seitdem hab ich keinen Spliff mehr angerührt, noch 13 Tage und ich hab 50 Tage voll. Dann bin ich clean. Ich fühle mich jetzt schon so unglaublich viel besser. Ich fühle mich, als würde ich wieder richtig leben, als würde ich mein Leben jetzt wirklich wieder richtig in den Griff bekommen. Der Gedanke daran, die Droge besiegt zu haben, gibt mir ein krass starkes Gefühl, ich liebe es. Ich sage nicht, dass ich nie wieder an einem Joint ziehen werde, aber was ich sage ist, dass ich nie wieder in so einen täglichen Konsum reinrutschen will. Nie wieder will ich süchtig nach dem Zeug sein. Nie wieder soll das Zeug mich zu jemandem machen, der ich eigentlich nicht sein will. Mir ist bewusst, dass manche Menschen mit dem Zeug besser klarkommen, vllt sogar jeden Tag kiffen und sagen ihnen passt’s super, aber ich kann das persönlich nicht. Gras ist geil, aber nur, wenn man sich selbst nicht verliert und die Entwicklung nicht stehen bleibt. Also Dankeschön AZK-Team, von ganzem Herzen. Für eure Inspiration, Motivation, Information und dafür, dass ich jetzt neu anfangen kann. Peace out!

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6 Kommentare zu „Erfahrungen von Dauerkiffern zum Cannabis-Entzug“

  1. Hi,
    ich finde es wirklich toll, das du aufgehört hast und es hoffenlich so beibehältst 🙂

    Vor 10 Wochen habe ich ebenso zum dritten mal aufgehört.
    Einmal war es meine MPU, zum zweiten habe ich aufgehört, weil ich in meiner Tätigkeit viel Nachts und mit dem Auto unterwegs war. Und zum dritten mal, weil ich wirklich die freude daran verloren hatte uns es mich wirklich angewiedert hat, bekifft zu sein.

    Was ich bei mir beobachtet habe ist, das ich seit meiner Abstinenz harte Gedächtnisprobleme bekommen habe.
    Das was ich erlernt habe, habe ich quasi vergessen. Als würde ich alles zum ersten mal machen, bzw. als hätte das, was ich an arbeiten gemacht oder gedanken gehegt hatte, jemand anderes gewesen ist der diese gemacht oder gedacht hat.

    Ich bin von Kind an kreativ gewesen, auch ohne kiffen. Nun bin ich so kreativ wie ein Fahrplan.
    Das macht mir wirklich Sorgen. Ich war beim Neurologen und beim Psychologen, beide konnten keine Störung oder Depressionen feststellen. Ich bin eigentlich kerngesund, aber wie oben erwähnt, ich mache alles quasi zum ersten mal…

    Ich bin mir sicher, das man andere Persönlichkeiten hat, wenn man unter Rausch ist oder wenn man nüchtern und abstinent ist.
    Aber das das so hart ist, das kann ich mir nicht erklären…

    Bei der zweiten Abstinenz hatte ich das auch gemerkt, es war aber nicht so intensiv wie bei diesem mal.
    Vielleicht ist das noch mein Genesungsprozess, aber wie gesagt, es bringt mich zum Grübeln ob ich jemals wieder kreativ sein kann oder eben freude an etwas gewinne in dem ich mich in etwas hineindenke und empathisch versuche es zu durchdringen.

    Das hatte mich nämlich immer schon ausgemacht, meine empathie und meine krativität.

    LG

  2. Hey, bin so verzweifelt weil ich aufgehört habe zu kiffen.
    Ich bin 27 Jahre alt zweifache Mama und kiffe seit dem ich 15 bin (Schwangerschaften ohne Probleme aufgehört, aber nicht gestillt weil das kiffen wichtiger war traurig aber wahr 🙁 )
    Jetzt kiffe ich seit angeblich einer Woche nicht drei Tage durchgezogen ohne aber dann wieder drei Tage nur abends, dann wieder geraucht und war mit denn Kindern draußen und habe mich sooo gehasst das ich wieder geraucht habe für was dachte ich mir, jedesmal wenn ich Stoned bin will ich aufhören aber greife immer wieder zurück zum joint, gestern komplett nicht geraucht launisch gewesen Schweiß Ausbrüche heul Attacken und ich bin heiser seit dem ich aufgehört habe und diese scheiss Übelkeit macht alles noch schlimmer …und die Nacht vor allem mein Traum hat mir so viel Angst gemacht obwohl ich nie wirklich nie träume …
    Konnte einfach nicht schlafen und hab beschlossen mal so um drei Uhr nachts zu putzen was mir nicht mal Spaß gemacht hat weil ich genervt war und eig rauchen wollte ! Stoned kann ich besser putzen, essen tue ich garnicht mehr, bin soo extrem Appetitlos was schon während des kiffens war und ich so extrem abnehme das ich zu dünn bin für meine Größe 🙁 und dachte als alleinerziehende Mama die es schwer hat mit zwei Kleinkindern ist das kiffen besser als anti depressives bullshit !! Ich bin am Ende noch depressive gewesen und heute tut mir gefühlt mein ganzes Körper weh und bin extrem müde und so lustlos. Wann wird es besser Ich weiß ist nicht lange her das ich aufgehört habe aber wieso mag ich mich Stoned mehr als so ? Ich nimm doch eig jetzt alles wahr bin einfach so verzweifelt 😩

    1. Bleib stark, dein Körper gibt dir die Quittung für 12 Jahre kiffen, am besten nimm die Kids und fahr 2 Wochen weg. Mir hilft eine Stunde Sport und leichtes Essen, damit bekomme ich den Körper gut müde und das leichte Essen liegt nicht so schwer im Magen.
      Es wird tatsächlich schwer für dich, aber schau deine Kinder an und mach dir klar das deine Kinder keinen Respekt vor dir haben werden, wenn sie realisieren was ihre Mama macht. Sie werden dich als Junkie abstempeln. Das willst du nicht! Sei stark, für sie !

      1. Quatsch!
        Mein Vater hat, zumindest solange ich Ihn kenne, immer geraucht.
        Das hab ich mit 16 das erste mal wahrgenommen, und fand es damals sogar ziemlich cool.
        Er hat nie vor mir geraucht, aber als ich es dann wusste war mir klar, warum er allabendlich verwand – das war alles!
        Er war nie ein schlechter Vater! Hat nie getrunken, Gewalt angewendet oder uns sonst auf irgendeine Weise verletzt.
        Er hat dafür gesorgt, dass ich eine gute Schule besuchen, und später studieren konnte – es hat uns nie an etwas gefehlt.
        Als ich dann mit 18 selbst angefangen habe zu rauchen, konnte er mir wertvolle Tipps betreffend des Konsums geben und hat mich auf Bahnen gelenkt, in denen ich zwar Alkohol und andere Drogen probiert habe, doch nie hängen geblieben bin.
        Ebenso wurde mir gezeigt, wie wichtig längere Konsumpausen sind.
        Wenn Du, Gökce, aufhören willst mit Kiffen, dann solltest Du das für dich tun und es Dir Wert sein. Aber auch als Kifferin kannst Du mit Sicherheit eine tolle Mama sein.
        Aber wie Du schreibst fühlst Du dich nach dem Konsum nicht gut. Ich kenne das. Es ist ein klares Zeichen von Deinem Körper, auf das Du hören solltest…
        Ich hoffe Du bis nach wie vor stark geblieben?!

  3. Hi..
    Ich habe mitte Februar dieses Jahre aufgehört, weil ich Depressionen bekommen habe.Seitdem kämpfe ich mit starker innerer Unruhe, so dass ich zum schlafen schlaftabletten Zopiclon brauche.
    Diese innere Unruhe und die Depression machen mich fertig.

  4. Ich habe seit dem ich aufgehört habe seltsame Gedanken und Gedankenspielchen. Zu dem ein sehr eingeschränkten Wortschatz und manchmal steigere ich mich in Psychosen oder andere Dinge rein. Ich habe ebenso schwankschwindel und stand-Gangunsicherheit. Hat jemand Erfahrung

    LG

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