Erfahrungsberichte von Dauerkiffern

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Erfahrungen von Dauerkiffern zum Entzug

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Hallo liebe Noch-Kiffer. Ich möchte euch berichten, wie ich meinen Cannabis-Entzug nach 10 Jahren Dauerkonsum empfunden habe. Mir war nach ein paar Jahren schon bewusst, dass ich aufhören muss, weil die Kifferei mich nur noch eingeschränkt hat.

Egal wie viel ich geraucht habe, ich war so gut wie jeden Tag am Kiffen. Ich habe mich im Spiegel angesehen und mir gedacht: „Man sieht, dass du kiffst Junge“. Meine Augenringe waren schlimm und das hat mich immer mehr an meine Wohnung gebunden. Ich habe mehr bestellt als einkaufen zu gehen, weil ich mich unwohl gefühlt habe. Das Kiffen hat irgendwie keinen Spaß mehr gemacht. Ich habe beim Kiffen Angstattacken bekommen, ständig Herzrasen und Herzstolpern. Das lag aber nicht daran, dass das Weed an sich schlecht gewesen wäre. Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr zu kiffen! Ich habe von heute auf morgen aufgehört.

Jetzt zu meinem Cannabis-Entzug. Ich habe die ersten 5 Tage sehr schlecht geschlafen. Jede Stunde wurde ich wach. Nachdem ich die ersten 5 Tage geschafft hatte, dachte ich: „Ok gut, schlafen ist zwar anstrengend, aber vielleicht wird es nicht schlimmer.“ Doch der Schein trügt. Ich hatte sehr oft Kopfschmerzen und habe auch Augenprobleme bekommen, die Lichter wurden scheinbar heller, meine Augen wurden also lichtempfindlicher und sie waren auch sehr trocken. Ich habe gegen die schlaflosen Nächte versucht vorzugehen, indem ich immer früh aufgestanden bin, um Frühstück zu besorgen. Jeden Morgen habe ich mich mit den verschiedensten Dingen beschäftigt.

Sehr oft war ich auf der AZK Seite und habe die Symptome nachgelesen und mir klargemacht, dass alles ganz normal sei. Ich war nun bei Tag 10 angekommen und ich habe alles, dass was ich mit dem Kiffen verdrängt habe, herausgelassen. Ich habe viel geweint, ich kannte mich so gar nicht. Ich hatte einen sehr guten Freund bei mir, er hat mich Tag und Nacht unterstützt. Ich war öfters am Überlegen, ob ich mich einweisen lasse, weil ich Echo-Flash-Backs hatte. Ein Gefühl war vergleichbar mit einer Art Absturz beim ersten Kiffen, nur ohne etwas genommen zu haben. Das war das Schlimmste für mich. Ich habe mir dagegen H&S Schlaf- und Nerventee aus der Apotheke besorgt. Ob Placebo oder nicht, die Nervosität war damit komplett besiegt.

Ich trank 3-4 Tees am Tag und einen vor dem Schlafengehen. Das hat Wunder bewirkt. Ich habe ein Hund, mit dem ich viel draußen war und irgendwie war alles anders. Mal hatte ich Glücksphasen, in denen es mir richtig gut ging und ich Bäume hätte ausreißen können. Und Mal welche, wo es mir nicht so gut ging. Also Downs und Up’s! Albträume habe ich für gut empfunden, weil ich wusste, dass sie das, was man unbewusst über Jahre durch das Kiffen verdrängt hat, wieder aufarbeiten.

Die Träume waren zwar sehr komisch, hatten aber für mich keine Bedeutung. Ich habe mit jemandem darüber geredet, wenn es wirklich mal krass war. Das muss man aber selbst wissen. Bei mir war es mein Mitbewohner. Ich habe mir eine App installiert, womit ich die Tage gezählt habe.

Nach 6 Monaten war ich clean, und auch mein Urin-Test war endlich negativ. Da der Urin nach 90 Tagen noch leicht positiv war, habe ich mein Umfeld gemieden. Jeder Kiffer war mir ein Dorn im Auge. Ich wollte nicht passiv rauchen, also habe ich mich erstmal fern gehalten.

Du brauchst keine Angst vor dem Cannabis-Entzug haben. Jeder schafft das. Die schlimmsten Zeiten sind die ersten Tage, zwischen Tag 5 und 25. Danach ist alles easy. Sei diszipliniert und halte es durch. Du schaffst das und denk bitte nicht daran, nach Monaten mal wieder Einen zu rauchen. Ich habe es selbst gemacht und war 40 tagelang wieder jeden Tag bekifft. Ich musste dann wieder von vorne anfangen mit dem Entzug. Also lass es am Besten ganz sein. Du sparst Geld, hast mehr Zeit und wirst reifer. Generell wird dein Wohlbefinden ohne Nebel im Kopf besser.

Ich hoffe, dass ich jemanden mit meiner Erfahrung die Angst nehmen kann, diesen Weg auch zu gehen. Du kannst nicht scheitern und bei jedem ist es anders mit dem Cannabis-Entzug. Mein Mitbewohner hatte nicht so viele Entzugssymptome wie ich. Er kiffte auch jeden Tag, Jahre lang. Dafür war er 90 Tage positiv.

Hallo Leute 🙂

Ich möchte heute meine Erfahrung mit euch teilen, um euch von dem Holzweg abzuhalten, auf dem ich war. Ich studiere und arbeite nebenbei noch. Das Kiffen hat mich langsam gemacht und ich hatte Probleme beim Studium mitzukommen. Generell fiel es mir schwer, mich zu motivieren. Ich hatte die Hoffnung, dass es mir leichter fallen würde alles zu schaffen, wenn ich nicht mehr Kiffe. Also habe ich mich im Internet informiert, das Video zur Entzugskur gesehen, mich entschlossen sie zu kaufen und umzusetzen. Allerdings habe ich – und das meinte ich anfangs mit „Holzweg“- das Ganze nur halbherzig umgesetzt. Ich plante erstmal den Konsum zu reduzieren. So funktioniert es jedoch leider nicht. Ich habe den Prozess des Entzugs, der ohnehin recht lange dauert, dadurch nur unnötig verlängert und erschwert. Es war ein Auf-und-Ab. Ich habe ein paar Tage lang die Finger vom Gras gelassen, war dann aber total fertig und gestresst und hab mir einen Kleinen gegönnt. Das ging dann immer wieder so und ich hab letztlich wieder so gekifft wie zuvor. Logischerweise war ich nach einiger Zeit wieder am selben Punkt wie zuvor. Etwas musste passieren, damit ich mein Studium nicht in den Sand setzen oder einfach ewig studieren würde. Ich versuchte den Entzug erneut. Diesmal jedoch genau so, wie es mir in dem Kurs erklärt wurde. Es hat diesmal funktioniert, indem ich mich ganz auf das Aufhören konzentriert habe. Das hört sich immer so leicht an, aber ganz ehrlich – es war dreckig! Ich habe mich in meinem Körper unwohl gefühlt, weil ich geschwitzt und gestunken habe, die Nächte waren eine Katastrophe und ich konnte nicht vernünftig denken. Ich habe sogar einige Prüfungen deshalb vermasselt. Ich musste mich dringend mit mir selbst beschäftigen, um wieder auf den „richtigen Weg“ zu kommen. Man macht sich doch auf Dauer sonst nur kaputt. Die Prüfungen kann ich nachholen und dann richtig durchstarten. Ich bin noch nicht ganz drüber weg, es fällt mir alles noch ziemlich schwer. Aber es hat sich definitiv gelohnt diese Zeit zu opfern, um für eine bessere Zukunft zu sorgen. Und ganz ehrlich; das Jahr 2020 war eh für den Arsch. 2021 geht es für mich so richtig los!

In diesem Sinne; zieht es durch und bleibt gesund.

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