Erfahrungsberichte von Dauerkiffern

Hilfreiche Kommentare aus der Community!

Du willst mit dem Kiffen aufhören, würdest aber gerne andere Erfahrungsberichte von Ex-Kiffern lesen? Dann bist du hier genau richtig! Wir veröffentlichen ab jetzt regelmäßig neue Erfahrungsberichte. Wenn du den Cannabis-Entzug schon hinter dir hast und auch gerne einen anonymen Beitrag veröffentlichen willst, dann sende uns deinen Text per Kontaktformular!

Erfahrungen von Dauerkiffern zum Entzug

Kommentare aus unserer Community

Hallo Leute 🙂

Ich möchte heute meine Erfahrung mit euch teilen, um euch von dem Holzweg abzuhalten, auf dem ich war. Ich studiere und arbeite nebenbei noch. Das Kiffen hat mich langsam gemacht und ich hatte Probleme beim Studium mitzukommen. Generell fiel es mir schwer, mich zu motivieren. Ich hatte die Hoffnung, dass es mir leichter fallen würde alles zu schaffen, wenn ich nicht mehr Kiffe. Also habe ich mich im Internet informiert, das Video zur Entzugskur gesehen, mich entschlossen sie zu kaufen und umzusetzen. Allerdings habe ich – und das meinte ich anfangs mit „Holzweg“- das Ganze nur halbherzig umgesetzt. Ich plante erstmal den Konsum zu reduzieren. So funktioniert es jedoch leider nicht. Ich habe den Prozess des Entzugs, der ohnehin recht lange dauert, dadurch nur unnötig verlängert und erschwert. Es war ein Auf-und-Ab. Ich habe ein paar Tage lang die Finger vom Gras gelassen, war dann aber total fertig und gestresst und hab mir einen Kleinen gegönnt. Das ging dann immer wieder so und ich hab letztlich wieder so gekifft wie zuvor. Logischerweise war ich nach einiger Zeit wieder am selben Punkt wie zuvor. Etwas musste passieren, damit ich mein Studium nicht in den Sand setzen oder einfach ewig studieren würde. Ich versuchte den Entzug erneut. Diesmal jedoch genau so, wie es mir in dem Kurs erklärt wurde. Es hat diesmal funktioniert, indem ich mich ganz auf das Aufhören konzentriert habe. Das hört sich immer so leicht an, aber ganz ehrlich – es war dreckig! Ich habe mich in meinem Körper unwohl gefühlt, weil ich geschwitzt und gestunken habe, die Nächte waren eine Katastrophe und ich konnte nicht vernünftig denken. Ich habe sogar einige Prüfungen deshalb vermasselt. Ich musste mich dringend mit mir selbst beschäftigen, um wieder auf den „richtigen Weg“ zu kommen. Man macht sich doch auf Dauer sonst nur kaputt. Die Prüfungen kann ich nachholen und dann richtig durchstarten. Ich bin noch nicht ganz drüber weg, es fällt mir alles noch ziemlich schwer. Aber es hat sich definitiv gelohnt diese Zeit zu opfern, um für eine bessere Zukunft zu sorgen. Und ganz ehrlich; das Jahr 2020 war eh für den Arsch. 2021 geht es für mich so richtig los!

In diesem Sinne; zieht es durch und bleibt gesund.

Hallo liebe Noch-Kiffer. Ich möchte euch berichten, wie ich meinen Cannabis-Entzug nach 10 Jahren Dauerkonsum empfunden habe. Mir war nach ein paar Jahren schon bewusst, dass ich aufhören muss, weil die Kifferei mich nur noch eingeschränkt hat.

Egal wie viel ich geraucht habe, ich war so gut wie jeden Tag am Kiffen. Ich habe mich im Spiegel angesehen und mir gedacht: „Man sieht, dass du kiffst Junge“. Meine Augenringe waren schlimm und das hat mich immer mehr an meine Wohnung gebunden. Ich habe mehr bestellt als einkaufen zu gehen, weil ich mich unwohl gefühlt habe. Das Kiffen hat irgendwie keinen Spaß mehr gemacht. Ich habe beim Kiffen Angstattacken bekommen, ständig Herzrasen und Herzstolpern. Das lag aber nicht daran, dass das Weed an sich schlecht gewesen wäre. Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr zu kiffen! Ich habe von heute auf morgen aufgehört.

Jetzt zu meinem Cannabis-Entzug. Ich habe die ersten 5 Tage sehr schlecht geschlafen. Jede Stunde wurde ich wach. Nachdem ich die ersten 5 Tage geschafft hatte, dachte ich: „Ok gut, schlafen ist zwar anstrengend, aber vielleicht wird es nicht schlimmer.“ Doch der Schein trügt. Ich hatte sehr oft Kopfschmerzen und habe auch Augenprobleme bekommen, die Lichter wurden scheinbar heller, meine Augen wurden also lichtempfindlicher und sie waren auch sehr trocken. Ich habe gegen die schlaflosen Nächte versucht vorzugehen, indem ich immer früh aufgestanden bin, um Frühstück zu besorgen. Jeden Morgen habe ich mich mit den verschiedensten Dingen beschäftigt.

Sehr oft war ich auf der AZK Seite und habe die Symptome nachgelesen und mir klargemacht, dass alles ganz normal sei. Ich war nun bei Tag 10 angekommen und ich habe alles, dass was ich mit dem Kiffen verdrängt habe, herausgelassen. Ich habe viel geweint, ich kannte mich so gar nicht. Ich hatte einen sehr guten Freund bei mir, er hat mich Tag und Nacht unterstützt. Ich war öfters am Überlegen, ob ich mich einweisen lasse, weil ich Echo-Flash-Backs hatte. Ein Gefühl war vergleichbar mit einer Art Absturz beim ersten Kiffen, nur ohne etwas genommen zu haben. Das war das Schlimmste für mich. Ich habe mir dagegen H&S Schlaf- und Nerventee aus der Apotheke besorgt. Ob Placebo oder nicht, die Nervosität war damit komplett besiegt.

Ich trank 3-4 Tees am Tag und einen vor dem Schlafengehen. Das hat Wunder bewirkt. Ich habe ein Hund, mit dem ich viel draußen war und irgendwie war alles anders. Mal hatte ich Glücksphasen, in denen es mir richtig gut ging und ich Bäume hätte ausreißen können. Und Mal welche, wo es mir nicht so gut ging. Also Downs und Up’s! Albträume habe ich für gut empfunden, weil ich wusste, dass sie das, was man unbewusst über Jahre durch das Kiffen verdrängt hat, wieder aufarbeiten.

Die Träume waren zwar sehr komisch, hatten aber für mich keine Bedeutung. Ich habe mit jemandem darüber geredet, wenn es wirklich mal krass war. Das muss man aber selbst wissen. Bei mir war es mein Mitbewohner. Ich habe mir eine App installiert, womit ich die Tage gezählt habe.

Nach 6 Monaten war ich clean, und auch mein Urin-Test war endlich negativ. Da der Urin nach 90 Tagen noch leicht positiv war, habe ich mein Umfeld gemieden. Jeder Kiffer war mir ein Dorn im Auge. Ich wollte nicht passiv rauchen, also habe ich mich erstmal fern gehalten.

Du brauchst keine Angst vor dem Cannabis-Entzug haben. Jeder schafft das. Die schlimmsten Zeiten sind die ersten Tage, zwischen Tag 5 und 25. Danach ist alles easy. Sei diszipliniert und halte es durch. Du schaffst das und denk bitte nicht daran, nach Monaten mal wieder Einen zu rauchen. Ich habe es selbst gemacht und war 40 tagelang wieder jeden Tag bekifft. Ich musste dann wieder von vorne anfangen mit dem Entzug. Also lass es am Besten ganz sein. Du sparst Geld, hast mehr Zeit und wirst reifer. Generell wird dein Wohlbefinden ohne Nebel im Kopf besser.

Ich hoffe, dass ich jemanden mit meiner Erfahrung die Angst nehmen kann, diesen Weg auch zu gehen. Du kannst nicht scheitern und bei jedem ist es anders mit dem Cannabis-Entzug. Mein Mitbewohner hatte nicht so viele Entzugssymptome wie ich. Er kiffte auch jeden Tag, Jahre lang. Dafür war er 90 Tage positiv.

Das hier wird jetzt genauso ein Kommentar, wie viele andere, die nach euren Videos den Entzug gemacht haben und sich dazu äußern wollen, aber ich will hier trotzdem nochmal etwas loswerden, einfach weil’s mir hilft. Ich hab euer Video „Aufhören zu Kiffen“ vor ca. 6 Wochen gesehen. Ich bin zwar kein Dauerkiffer und gehöre wahrscheinlich eher zu den milden Fällen, aber ich war schon auf einer ziemlich schiefen Bahn. Ich habe mehrere Monate fast täglich gekifft, hab mich auf wichtige Dinge nicht konzentriert, Menschen verletzt, die mir etwas bedeuteten, weil mein Hirn vernebelt war und war auf einem sehr guten Weg die Kontrolle zu verlieren. Gelebt nach der Lance Butters Line: „Hauptsache high, das Leben im Griff – zumindest zugedröhnt glaub ich mir dis.“ Ich hab gemerkt, dass ich von dem Zeug nicht loskam, dass ich nicht mehr die Droge kontrollierte, sondern anders herum. Und eines Abends, als ich wieder alleine zu Hause gesmoked hab, hat’s mir gereicht, ich hab gegoogelt, wie man mit dem Kiffen aufhört und bin sofort auf euer Video gestoßen. Das war so informativ, so gut und nah an der Realität, das Zeug wurde nicht verteufelt, ich hab mich in so vielen Punkten wieder erkannt. Und als es dann zu dem Punkt mit der Entwicklung kam, dass das Leben an einem vorbeizieht, habe ich mich entgültig für den Entzug entschieden. Seitdem hab ich keinen Spliff mehr angerührt, noch 13 Tage und ich hab 50 Tage voll. Dann bin ich clean. Ich fühle mich jetzt schon so unglaublich viel besser. Ich fühle mich, als würde ich wieder richtig leben, als würde ich mein Leben jetzt wirklich wieder richtig in den Griff bekommen. Der Gedanke daran, die Droge besiegt zu haben, gibt mir ein krass starkes Gefühl, ich liebe es. Ich sage nicht, dass ich nie wieder an einem Joint ziehen werde, aber was ich sage ist, dass ich nie wieder in so einen täglichen Konsum reinrutschen will. Nie wieder will ich süchtig nach dem Zeug sein. Nie wieder soll das Zeug mich zu jemandem machen, der ich eigentlich nicht sein will. Mir ist bewusst, dass manche Menschen mit dem Zeug besser klarkommen, vllt sogar jeden Tag kiffen und sagen ihnen passt’s super, aber ich kann das persönlich nicht. Gras ist geil, aber nur, wenn man sich selbst nicht verliert und die Entwicklung nicht stehen bleibt. Also Dankeschön AZK-Team, von ganzem Herzen. Für eure Inspiration, Motivation, Information und dafür, dass ich jetzt neu anfangen kann. Peace out!

Beitrag weiterempfehlen:

10 Kommentare zu „Erfahrungen von Dauerkiffern zum Cannabis-Entzug“

  1. Hi,
    ich finde es wirklich toll, das du aufgehört hast und es hoffenlich so beibehältst 🙂

    Vor 10 Wochen habe ich ebenso zum dritten mal aufgehört.
    Einmal war es meine MPU, zum zweiten habe ich aufgehört, weil ich in meiner Tätigkeit viel Nachts und mit dem Auto unterwegs war. Und zum dritten mal, weil ich wirklich die freude daran verloren hatte uns es mich wirklich angewiedert hat, bekifft zu sein.

    Was ich bei mir beobachtet habe ist, das ich seit meiner Abstinenz harte Gedächtnisprobleme bekommen habe.
    Das was ich erlernt habe, habe ich quasi vergessen. Als würde ich alles zum ersten mal machen, bzw. als hätte das, was ich an arbeiten gemacht oder gedanken gehegt hatte, jemand anderes gewesen ist der diese gemacht oder gedacht hat.

    Ich bin von Kind an kreativ gewesen, auch ohne kiffen. Nun bin ich so kreativ wie ein Fahrplan.
    Das macht mir wirklich Sorgen. Ich war beim Neurologen und beim Psychologen, beide konnten keine Störung oder Depressionen feststellen. Ich bin eigentlich kerngesund, aber wie oben erwähnt, ich mache alles quasi zum ersten mal…

    Ich bin mir sicher, das man andere Persönlichkeiten hat, wenn man unter Rausch ist oder wenn man nüchtern und abstinent ist.
    Aber das das so hart ist, das kann ich mir nicht erklären…

    Bei der zweiten Abstinenz hatte ich das auch gemerkt, es war aber nicht so intensiv wie bei diesem mal.
    Vielleicht ist das noch mein Genesungsprozess, aber wie gesagt, es bringt mich zum Grübeln ob ich jemals wieder kreativ sein kann oder eben freude an etwas gewinne in dem ich mich in etwas hineindenke und empathisch versuche es zu durchdringen.

    Das hatte mich nämlich immer schon ausgemacht, meine empathie und meine krativität.

    LG

  2. Hey, bin so verzweifelt weil ich aufgehört habe zu kiffen.
    Ich bin 27 Jahre alt zweifache Mama und kiffe seit dem ich 15 bin (Schwangerschaften ohne Probleme aufgehört, aber nicht gestillt weil das kiffen wichtiger war traurig aber wahr 🙁 )
    Jetzt kiffe ich seit angeblich einer Woche nicht drei Tage durchgezogen ohne aber dann wieder drei Tage nur abends, dann wieder geraucht und war mit denn Kindern draußen und habe mich sooo gehasst das ich wieder geraucht habe für was dachte ich mir, jedesmal wenn ich Stoned bin will ich aufhören aber greife immer wieder zurück zum joint, gestern komplett nicht geraucht launisch gewesen Schweiß Ausbrüche heul Attacken und ich bin heiser seit dem ich aufgehört habe und diese scheiss Übelkeit macht alles noch schlimmer …und die Nacht vor allem mein Traum hat mir so viel Angst gemacht obwohl ich nie wirklich nie träume …
    Konnte einfach nicht schlafen und hab beschlossen mal so um drei Uhr nachts zu putzen was mir nicht mal Spaß gemacht hat weil ich genervt war und eig rauchen wollte ! Stoned kann ich besser putzen, essen tue ich garnicht mehr, bin soo extrem Appetitlos was schon während des kiffens war und ich so extrem abnehme das ich zu dünn bin für meine Größe 🙁 und dachte als alleinerziehende Mama die es schwer hat mit zwei Kleinkindern ist das kiffen besser als anti depressives bullshit !! Ich bin am Ende noch depressive gewesen und heute tut mir gefühlt mein ganzes Körper weh und bin extrem müde und so lustlos. Wann wird es besser Ich weiß ist nicht lange her das ich aufgehört habe aber wieso mag ich mich Stoned mehr als so ? Ich nimm doch eig jetzt alles wahr bin einfach so verzweifelt 😩

    1. Bleib stark, dein Körper gibt dir die Quittung für 12 Jahre kiffen, am besten nimm die Kids und fahr 2 Wochen weg. Mir hilft eine Stunde Sport und leichtes Essen, damit bekomme ich den Körper gut müde und das leichte Essen liegt nicht so schwer im Magen.
      Es wird tatsächlich schwer für dich, aber schau deine Kinder an und mach dir klar das deine Kinder keinen Respekt vor dir haben werden, wenn sie realisieren was ihre Mama macht. Sie werden dich als Junkie abstempeln. Das willst du nicht! Sei stark, für sie !

      1. Quatsch!
        Mein Vater hat, zumindest solange ich Ihn kenne, immer geraucht.
        Das hab ich mit 16 das erste mal wahrgenommen, und fand es damals sogar ziemlich cool.
        Er hat nie vor mir geraucht, aber als ich es dann wusste war mir klar, warum er allabendlich verwand – das war alles!
        Er war nie ein schlechter Vater! Hat nie getrunken, Gewalt angewendet oder uns sonst auf irgendeine Weise verletzt.
        Er hat dafür gesorgt, dass ich eine gute Schule besuchen, und später studieren konnte – es hat uns nie an etwas gefehlt.
        Als ich dann mit 18 selbst angefangen habe zu rauchen, konnte er mir wertvolle Tipps betreffend des Konsums geben und hat mich auf Bahnen gelenkt, in denen ich zwar Alkohol und andere Drogen probiert habe, doch nie hängen geblieben bin.
        Ebenso wurde mir gezeigt, wie wichtig längere Konsumpausen sind.
        Wenn Du, Gökce, aufhören willst mit Kiffen, dann solltest Du das für dich tun und es Dir Wert sein. Aber auch als Kifferin kannst Du mit Sicherheit eine tolle Mama sein.
        Aber wie Du schreibst fühlst Du dich nach dem Konsum nicht gut. Ich kenne das. Es ist ein klares Zeichen von Deinem Körper, auf das Du hören solltest…
        Ich hoffe Du bis nach wie vor stark geblieben?!

  3. Hi..
    Ich habe mitte Februar dieses Jahre aufgehört, weil ich Depressionen bekommen habe.Seitdem kämpfe ich mit starker innerer Unruhe, so dass ich zum schlafen schlaftabletten Zopiclon brauche.
    Diese innere Unruhe und die Depression machen mich fertig.

  4. Ich habe seit dem ich aufgehört habe seltsame Gedanken und Gedankenspielchen. Zu dem ein sehr eingeschränkten Wortschatz und manchmal steigere ich mich in Psychosen oder andere Dinge rein. Ich habe ebenso schwankschwindel und stand-Gangunsicherheit. Hat jemand Erfahrung

    LG

    1. Ich glaube bei mir ist das auch so. Habe auch sehr viel gekifft. Heute ist zwar erst Tag 2 aber ich bin bereits auf die Symptome die der Entzug mit sich bringt gestoßen, da auch ich dachte ich habe eine Psychose oder Ähnliches, allerdings kann Angst, Nervosität und innere Leere wohl ein Symptom des Entzugs sein. Ich hoffe zumindest es ist der Entzug aber vermute schon, da es nach 24h erst eingesetzt hat und ich zudem auch Magenschmerzen und teilweise Kopfschmerzen habe

    2. Hallo zusammen,

      habe ebenso nach 6 Jahren täglichem Konsum aufgehört mit dem Kiffen ..( vor ca 16 Wochen)! Ich kenne genau diese Gefühle von denen ihr schreibt , habe eine schwere Zeit durchgemacht mit Gedanken und innerer Unruhe. Bin auch Vater zweier Kinder und dachte mir es kann so nicht weitergehen .- allein aus dem Grund der Vorbildfunktion . Es war und ist noch teilweise Schwer jedoch haben mir so Texte wie andere mit ihren Gefühlen gekämpft haben Stärke gegeben und das Gefühl das ich nicht alleine bin mit diesen Gefühlen. Ich wusste nämlich das es am Entzug liegt. Bleibt stark und macht weiter und ihr werdet sehen es wird euch viel besser gehen . Ich würde sagen die Zeit und die innere Stärke wird euch zum richtigen Ziel bringen . Ich möchte auf diesem Weg jedem die Daumen drücken die vor haben aufzuhören 👍

  5. Meine Lieben….
    …Mein Ex-Freund hat mich mit 18 Jahren zum kiffen animiert. Ich bin mittlerweile 30. Rauche seit Jahren jeden Tag vorm Schlafengehen. Mein ex hat mich vor 3 Jahren verlassen, hat direkt danach eine neue Freundin gehabt und sie nach wenigen Monaten geschwängert. Es ist jetzt so, als ob das kiffen mich insgeheim im Liebeskummer einsperrt. Kennt das jemand? Mein leben zieht an mir vorbei, kann nicht fassen dass ich nun 30 Jahre alt bin….Gestern Abend war ich bei einer alten Freundin und Kollegin. Sie möchte ein Kind bekommen, wir sprachen über die Erfolge der ehemaligen Kollegen, über unser Leben. Danach bin ich heulend nach Hause gefahren… Ich habe ganz verrückte Gedanken, leide unter einer heftigen Depression die sich vor allem morgens bemerkbar macht. Ich Weine seit Jahren jeden Tag, vor einigen Monaten habe ich dann die ersten konkreten Selbstmordgedanken entwickelt… Was mich besonders fertig macht ist mein Doppel-Leben. Diese große Lüge, die ich lüge. Ich dusche alle paar Tage Mal,meine Wohnung habe ich schon Monate nicht geputzt und ich hasse mich selbst. Nach außen hin bin ich aber diese lebensbejaende, (augenscheinlich) attraktive,erfolgreiche Frau. Eines ist mir also noch geblieben: das Talent, eine vollkommen falsche Realität vorzugaukeln. Ich will das alles nicht mehr, dass soll alles enden. Ich habe aber Angst vor dem Entzug…besonders weil ich gekifft habe, um mich von den großen Ängsten und Aufgaben meines Lebens zu verstecken. Der Gedanke, dass ich nun wieder träumen werde wenn ich aufhören, versetzt mich in unglaubliche Panik. Weil ich in den träumen ihm begegnen werde. Ich weiß nicht wie ich es hinbekommen soll, dass kiffen aufzuhören…aber meine Intuition sagt mir, ich muss es tun ICH MUSS ES EINFACH…sonst spring ich irgendwo runter. Ich habe das noch nie jemandem gesagt..und während ich das hier grade tippe spüre ich, wie mein Gesicht ganz warm wird und die Tränen gleich kommen. Ich bin seit einiger Zeit schon nicht mehr krankenversichert, auch das ist eine Konsequenz meiner Sucht.ich bekomme mein Leben nicht in dem Griff,und keine würde das vermuten. Alle wären schockiert, niemals würde das jemand glauben. Ich brauche etwas oder jemanden, der mich da Durchbegleitet…irgendwie bin ich also nach dieser furchtbaren Nacht auf diese Seite gestossen, und auch wenn ich hier niemanden kenne, so spüre ich einen kleinen Hoffnungsschimmer aufkommen. Einfach nur, weil ich das hier Grad loswerde… Ich habe jetzt auch keinen Frage oder so. Ich wollte mich nur Mal mitteilen und bitte schreibt keine gemeinen Texte, ich habe Angst das ich mich noch mehr hassen werde wenn ich lesen sollte, dass ich selber schuld bin. Das weiss ich selbst. Letztens habe ich mir vorgestellt, wie mein 5-jähriges ich lachend und glücklich auf mich zurennt. Ich wollte sie umarmen und lieben und sie beschützen vor dem, was da auf sie zukommt. Ich liebte dieses kleine Mädchen in meiner Vorstellung. Wieso habe ich diese liebe und Empathie nicht jetzt gerade für mich… Danke das es euch gibt und das ich all das hier tippen darf. Bitte motiviert mich es anzugehen, bitte betet für mich und alle diejenigen, die das selbe Schicksal erleiden…oder drückt die Daumen oder was auch immer. Ich schreib ins Universum raus und hoffe, irgendwas kommt zurück. Irgendwas. Scheiss ich gleich wenn ich daheim bin das übrige Gras in die Toilette? Was würdet ihr mir empfehlen ? Danke für euer Ohr

  6. Hey,
    Ich bin leider selbst ein ziemlich übler Fall. Mit 12 habe ich mich das erste mal mit Drogen auseinander gesetzt. Ich bin zu dieser Zeit in Berührung mit sehr starken Weed gekommen, welches mir (wie fast jedem erst Konsument) sehr gut gefallen hat. Leider hat es meine Toleranz für die darauffolgenden Jahre geprägt und ich konsumiere deutlicher mehr als mein Umfeld. Mit nun 19 Jahren rauche ich dauerhaft seit 7 Jahren und habe es immer noch nicht geschafft aufzuhören. Jede eurer Geschichten ist wichtig um Menschen wie mir zu zeigen das es funktioniert und das ich wieder eine Normalere Art der Wahrnehmung erlangen kann. Jeder kleine Form von Entzug die ich durch gemacht habe war wirklich für Geist und Körper eine Qual. Mein Respekt an alle die es geschafft haben clean zu werden, ich schaffe das auch noch!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Übersicht

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 4.3 / 5. Anzahl Bewertungen: 8

Bisher keine Bewertungen! Sei der Erste, der diesen Beitrag bewertet.

Weil du diesen Beitrag nützlich fandest...

Folge uns in sozialen Netzwerken!

Es tut uns leid, dass der Beitrag für dich nicht hilfreich war!

Lasse uns diesen Beitrag verbessern!

Wie können wir diesen Beitrag verbessern?