Kiffen in der Jugend

Wie Cannabis deine Entwicklung beeinflusst

Aus welchen Gründen kifft man in der Jugend?

Der häufigste Grund ist das direkte Umfeld: Vor allem kiffende Vorbilder, wie ältere Geschwister, Mitschüler, oder Freunde können einen überraschend schnell zum Rauchen verleiten. Da das Durchschnittsalter für den Konsumbeginn bei etwa 17,2 Jahren liegt, beginnen die meisten noch in der Pubertät. In dieser Lebensphase sind sie gerade dabei die ersten selbständigen Erfahrungen zu sammeln. Da lehnt man oft jede Autorität ab, vor allem die der Eltern. Also haben verbotene Dinge, wie Drogen, einen besonderen Reiz.

Häufig entstehen wegen der hormonellen Umstellung des sich noch entwickelnden Gehirns extreme Stimmungsschwankungen. Viele Jugendliche fangen deshalb an regelmäßig zu kiffen, da der benebelte Zustand ihnen innere Ruhe vorgaukelt. Zudem entstehen im Alter von 16 bis 21 viele Veränderungen und wachsende Verantwortungen im Alltag. Darum versuchen einige mit Gras ihre Angst vor der Zukunft und dem damit wachsenden Druck auszublenden. Das kann für den Moment zwar entspannen, aber auf Dauer auch große Schwierigkeiten erzeugen.

Anzeichen das mein Kind kifft

Die offensichtlichsten Merkmale dafür, dass dein Kind kiffen könnte, sind oberflächlicher Natur:

  •  Häufig gerötete Augen
  • Der derb süßliche Grasgeruch in Zimmer und Klamotten
  • Long Papers, Gras- Tabak Krümel und viele andere mit dem Konsum verbundene Gegenstände (Kräutermühlen, Pfeifen, kleine Plastiktütchen, etc)

Aber auch auffällige Verhaltensveränderungen können Indizien für ein Drogenproblem sein:

  • Regelmäßige Müdigkeit
  • Gleichgültigkeit
  • Erhöhte emotionale Distanz und Reizbarkeit
  • Geheimnistuerei
  • Verschlechterte Schulnoten
  • Mangelnde Aufnahmefähigkeit
  • Allgemeine Ziellosigkeit

Wie kann ich meinem Kind helfen?

Das wichtigste ist, mit Verständnis an die Sache heranzugehen. Wenn du den Verdacht hast, dein Kind könnte kiffen, wäre es in den meisten Fällen schlecht mit der Tür ins Haus zu fallen. Das könnte bei deinem Kind zum Eindruck eines Vertrauensbruches führen. Wenn du selbst schon mal Erfahrungen mit Cannabis gemacht hast, nimm dir einen ruhigen Moment. Setz dich dann erstmal mit deinem Kind zusammen, um dich mit ihm über eure Erfahrungswerte auszutauschen.

Grundsätzlich ist ein aufklärerischer Ansatz konstruktiver als reine Verteufelung. Darum lohnt es sich immer, sich erstmal über das Thema an sich zu informieren. Vor allem wenn du selbst noch gar keinen Kontakt zum Kiffen hattest. Wenn das Problem aber schon massiverer Natur ist und kein Versuch offen darüber zu reden geholfen hat, gibt es auch öffentliche Anlaufstellen wie:

  • Suchtberatungen
  •  Entzugskuren
  •  Soziale Hilfsgruppen betroffener Menschen
  •  Verhaltenstherapien

Welche Folgen kann das Kiffen in der Jugend haben?

Beim Kiffen stimulieren die Cannabinoide THC und CBD das Endocannabinoidsystem. Das ist ein Teil des Nervensystems, der schon im Kindesalter ausgeprägt ist. Dieser ist für einige Reifungsprozesse des Gehirnes mitverantwortlich. So wurde inzwischen schon nachgewiesen, dass sich verfrühtes Kiffen auf das Volumen verschiedener Gehirnbereiche auswirkt. Dadurch werden unter anderem das Gedächtnis, die Lernfähigkeit und die Selbstkontrolle nachhaltig geschwächt.

Auch werden das logische Denken und die Kontrolle über Emotionen wie Angst und Wut, negativ beeinflusst. Genauso wie die Arbeitsgeschwindigkeit, Geschicklichkeit und das Körpergefühl. Einige dieser Folgen sind Gründe aus denen Kiffen in der Jugend verborgene, psychische Probleme in spätere Psychosen verwandeln kann. So entstehen bei vielen Konsumenten Depressionen oder die sogenannte Kiffer-Paranoia. Insgesamt sorgen all diese Konsequenzen dafür, dass viele Kiffer irgendwann in ihrer Persönlichkeitsentwicklung stehen bleiben.

Fazit zu Kiffen in der Jugend

Kiffen in der Jugend wird oft als ein einfacher Versuch sich auszuleben abgetan. Es kann sich aber schnell auf alle Lebensbereiche auswirken. Vor allem das Umfeld führt die meisten Jugendlichen an den Rauschmittelkonsum heran. Umso früher man anfängt, desto größer Fallen mögliche Schäden im späteren Leben aus. Es sorgt für Antriebslosigkeit, Lernschwächen, Depressionen, Paranoia und allgemeine Gleichgültigkeit.

Wer als Elternteil bemerkt, dass sein Kind kifft, sollte zuerst aufklärerisch und verständnisvoll handeln. Falls das nicht ausreicht, werden verschiedene Suchtberatungen, Gruppen-Programme, Verhaltenstherapien und die Entzugskur angeboten. Wie zum Beispiel auch unsere, die mit vielen Tipps und Tricks, einem durchdachten Entzugsplan und einer inzwischen über 400 Teilnehmer umfassenden Community einige Hilfestellungen und Möglichkeiten zum Austausch über den Cannabisentzug zu bieten hat!