Kiffen in der Schwangerschaft

Kiffen in der Schwangerschaft ist für viele unvorstellbar. Dennoch ist Cannabis die am häufigsten konsumierte Droge, mit der werdende Mütter in der Schwangerschaft in Kontakt kommen. Rund fünf Prozent aller Mütter haben während ihrer Schwangerschaft schon einmal Cannabis konsumiert.  Diese Studie stammt aus dem Journal of Reinatology.

1. Cannabis während der Schwangerschaft

Cannabis ist die weltweit beliebteste illegale Droge. Sie wird offiziell von rund 190 Millionen Menschen konsumiert. Versehentlich wird es auch von werdenden Müttern konsumiert. Meist wissen sie noch nicht, dass sie schwanger sind. Wenn du davon betroffen bist, solltest du dir diese Seite genau durchlesen. Hier kannst du gegebenenfalls auch Hilfe in Anspruch nehmen. Du bist damit nicht alleine!

2. Wie gefährlich ist kiffen in der Schwangerschaft?

Die Universität aus New South Wales hat herausgefunden, dass Kiffen in der frühen Schwangerschaft keine bleibenden Schäden für den Fötus bedeuten. Wenn das ungeborene Kind jedoch über einen Zeitraum, von den ersten ein bis zwei Monaten mit Cannabis in Kontakt kommt, wird es gefährlich!

Es gilt als sicher, dass dies für das ungeborene Baby einen verringerten Wachstum bedeutet. Ein unterdurchschnittliches Gewicht ist die Folge. Außerdem kann es zu einer Veränderung der Reaktion kommen, was sich in der Regel auf den Schlafzyklus des Babys auswirkt.

3. Welche Auswirkung kann Kiffen auf mein Baby haben?

  • eine Frühgeburt ist möglich
  • das Geburtsgewicht kann geringer ausfallen
  • genauso wie der Kopfumfang
  • die Größe kann ebenfalls kleiner ausfallen
  • eine Totgeburt ist möglich

Die Studie hat belegt, dass betroffene Kinder in der Vorschulzeit kaum Verhaltensunterschiede zu Kindern zeigten, die während der Schwangerschaft nicht der Droge ausgesetzt waren. Dies ändert sich jedoch im Laufe des Wachstums.

Größere Probleme wurden erkannt, als die Kinder visuelle IQ-Test absolvierten. Cannabis betroffene Kinder hatten größere Schwierigkeiten die Aufgaben zu lösen. Gleichaltrige Kinder hatten stärker ausgeprägte sprachliche Fähigkeiten und konnten sich daher besser ausdrücken.

Zudem machten sich Aufmerksamkeitsstörungen bemerkbar bei den Cannabis betroffenen Kindern.

Der letzte Punkt dieser Studie hat belegt, dass aggressives Verhalten auftreten kann. Speziell bei Mädchen war dies häufig der Fall. Wenn werdende Mütter über die frühe Schwangerschaft hinaus weiter kiffen, besteht eine große Gefahr von auftretenden Hirnschäden.

Du solltest dir also klar machen, dass dein Kind an einer Behinderung leiden kann, wenn du den Konsum nicht frühzeitig einstellst.

4. Hier findest du Hilfe

Wenn du über die Anfangsphase der Schwangerschaft längst hinaus bist, solltest du unbedingt Hilfe in Anspruch nehmen. So besteht vielleicht noch die Möglichkeit deinem Kind zu helfen, sodass es gesund und ohne Folgeschäden auf die Welt kommt. Kiffen in der Schwangerschaft ist ein sensibles Thema. Hilfe und eine kostenlose Telefonnummer findest du unter www.drogenberatung-jj.de.

In unserer Community kannst du dich gerne weiter über das Thema Kiffen in der Schwangerschaft austauschen. In unserem nächsten Beitrag erfährst du, welche Wirkung Cannabis haben kann.

Ein Gedanke zu „Kiffen in der Schwangerschaft

  • 25. September 2019 um 13:04
    Permalink

    Was ist mit den Jamikanischen Frauen, die seid Jahrhunderten Cannabistee während der Schwangerschaft trinken? Die Folgen die hier benannt werden, können auch auf den Nikotinkonsum, welcher oftmals mit dem Cannabis zusammen geraucht wird, zurück geführt werden.
    Ich kenne Gynakologen, die nichts gegen gelegentlichen Cannabiskosnum (ohne Nikotin) in der Schwangerschaft einzuwänden haben. Wie immer macht die Dosis das Gift.

    Antwort

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