Mein Partner kifft

Was du tun kannst, wenn dein Partner kifft

Dein Partner kifft und das macht dich extrem traurig? Du willst keinen Partner, der täglich kifft und damit eure Beziehung belastet? Dann bist du hier genau richtig! Viele haben mit diesem Problem zu kämpfen und denken daran, die Beziehung zu beenden. Wir möchten dir in diesem Beitrag einige Hilfestellungen geben, damit du dein Leben endlich wieder in vollen Zügen genießen kannst! Um nicht ständig Freund, Freundin, Mann oder Frau zu verwenden, beziehen wir uns in diesem Artikel einfach mal auf den Freund. (Wir hoffen, das sich niemand angegriffen fühlt)

1. Was kann ich tun, damit mein Freund mit dem Kiffen aufhört?

Man sollte sich als erstes Bewusst machen, das man nur Unterstützen kann. Man würde so gerne den Freund einfach wachrütteln und von heute auf morgen gemeinsam ein neues, Cannabis freies Leben führen. So einfach ist das leider nicht. Die meisten Dauerkiffer kennen es nicht mehr anders und es ist sehr schwer aus dieser Gewohnheit herauszukommen.

Der Cannabiskonsum besteht in der Regel schon seit Jahren und man selber merkt nicht, wie man sich verändert und auch seinem Partner schadet. Dauerkiffer haben meistens eine ganz andere Wahrnehmung auf die Situation und erkenn meistens nicht, das Sie ein Problem haben. Daher ist es ratsam vorsichtig an die Sache heranzugehen.

2. Fragen zum Cannabis-Konsum stellen

Du hast bestimmt schon mit deinem Freund über dein Problem gesprochen. Jedoch ist „Hör doch auf zu kiffen“ und „Musst du jetzt wieder kiffen“ nicht der richtige Ansatz. Im ersten Schritt solltest du Fragen zur Cannabis-Sucht stellen. Der Grund ist einfach. Er soll anfangen darüber nachzudenken. Auch wenn er unlogische und vielleicht auch dumme Antworten gibt, ist das okay.

Das Ziel ist es, das er sich die nächsten Tage selber mit diesen Fragen beschäftigt. Viele denken einfach nicht mehr darüber nach, weil es einfach schon immer so ist. Man hört irgendwann auf darüber nachzudenken, warum man eigentlich kifft. Es ist einfach so und genau dafür sind folgende Fragen sinnvoll:

  • Warum kiffst du überhaupt? Ich würde das gerne verstehen.
  • Was genau gibt dir das Kiffen?
    Fühlst dich nach dem Kiffen besser als vorher?
  • Würdest du sagen, dass es dein Leben bereichert?
  • Hat Kiffen dein Selbstbewusstsein verstärkt oder geschwächt?
  • Viele Kiffer empfinden ja nach dem Entzug die Zeit als Kiffer als Rückschritt in ihrem Leben, würdest du sagen, dass es dich im Leben vorwärtsbringt?

Du darfst natürlich nicht alle Fragen an einem Tag stellen. Das wäre zu viel und er würde höchstwahrscheinlich abblocken und wäre schwer genervt. So reagieren die meisten, dass du mit der ein oder anderen Frage einen wunden Punkt treffen wirst.

Also versuch diese Fragen Schritt für Schritt in Gesprächen unterzubringen. Wenn er wissen will, warum du so viele Fragen stellst, kannst du ja sagen: „Ich liebe dich und da dieses Thema unsere Beziehung belastet, lese ich viel um dich besser zu verstehen.“

Bei so einer Antwort wird er sich nicht aufregen, wahrscheinlich wird er es im ersten Moment gut finden. Das zeigt Interesse an ihm und seiner „Leidenschaft“. Versuch die Fragen verteilt auf eine Woche zu stellen. Es ist wichtig nicht in eine Diskussion zu geraten. Du solltest hier nur zuhören und vielleicht noch ein oder 2 weiter Fragen stellen, die zu seiner Erklärung passen. Das Ziel ist es in diesem Schritt, das er sich in den nächsten Stunden und Tagen mit diesen Fragen beschäftigt.

In einigen Fällen hat das schon zu einer Veränderung geführt. Bei manchen Langzeitkiffern macht es automatisch „klick“ und der Wille etwas zu verändern entsteht. Das ist natürlich der optimale Weg, denn nur er alleine kann die Entscheidung treffen etwas zu verändern.

3. Eigenen Gedanken mitteilen

Der zweite Schritt ist das Mitteilen der eigenen Gedanken. Auch hier ist es wichtig vorsichtig und nicht zu offensiv zu sein. Du solltest dir vorher schonmal ausführlich Gedanken machen, was dich genau daran belastet und auch erklären, warum dich das so stört. Es ist wie bei den Eltern die ihrem Kind sagen: „Mir gefällt es nicht, das du mit deinem Freund X jeden Tag Zeit verbringst. “ Das geht bei dem Kind rein und wieder raus und nichts wird sich ändern. Wenn die Eltern aber dem Kind erklären, warum genau der Freund X nicht gut für ihn ist, dann kann er es wenigstens nachvollziehen und entscheidet für sich was richtig und falsch ist.

Du solltest deinem Freund daher nicht nur sagen, dass es dir nicht gefällt, wenn er abends bekifft neben dir auf der Couch liegt. Du solltest dazu erklären, warum das für dich ein Problem ist.

Zum Beispiel, weil ihr dadurch keine Quality-Time mehr habt, weil er nicht motiviert ist sich mit dir zu beschäftigen. Eine andere Erklärung kann sein, das es dich traurig macht einen Freund zu haben, der abends keine schöne Zeit ohne Cannabis haben kann oder das du es unattraktiv findest, einen betäubten Partner neben dir liegen zu sehen.

In diesem zweiten Schritt liegt es an dir, alles aufzuzählen, was dir nicht gefällt und ihm zu erklären, warum das so ist. Viele fühlen sich direkt angegriffen und versuchen auf alles ein Argument zu finden. Versuch daher nicht offensiv, sondern sachlich und vorsichtig vorzugehen. Wenn du ihm was bedeutest, dann hört er zu und versucht darauf einzugehen und auf dich zuzugehen.

Am Ende solltest du natürlich zu dem Punkt kommen, an dem du ihn bittest mit dem Kiffen aufzuhören. Es muss ja nicht von heute auf morgen geschehen. Ihr könnt ja einen gemeinsamen Plan erstellen mit dem ihr arbeiten könnt. Du solltest im immer wieder klarmachen, dass du für ihn da bist und ihn bei allem unterstützen wirst. Er muss es nicht aus eigener Kraft schaffen. Es gibt Beratungsstellen, Suchtzentren, unsere Webseite und Community und weitere professionelle Hilfe. Er ist auf jeden Fall nicht alleine, wenn er wirklich aufhören will.

4. Ein Ultimatum stellen

Wenn du an einem Punkt angekommen bist, an dem du merkst, er will es einfach nicht, bleibt dir nur noch eine Lösung. Auch wenn Sie dir wahrscheinlich Bauschmerzen und unangenehme Gefühle bereitet, ist sie die letzte Lösung. Ein Ultimatum zu stellen ist keine Erpressung. Es ist lediglich eine Aufforderung sich zu entscheiden. Er ist zwar derjenige der kifft aber er hat sich dafür entschieden. Wenn du alles versucht hast ihm zu helfen, dann wird es Zeit an dich zu denken.

Du kannst nicht mehr tun als das, was du bisher versucht hast. Wenn er nicht selber aufhören will, musst du für dich entscheiden, ob du so weiterleben willst oder genug davon hast. Wenn du es weiterhin ertragen kannst, nicht glücklich zu sein, dann ist das deine Entscheidung. Solltest du aber wieder glücklich sein wollen und eine Beziehung willst, die dir passiv Kraft gibt und nicht nimmt, dann solltest du ihm ein Ultimatum stellen.

Was du dir aber von vornherein klarmachen musst, ist folgendes: Ein Ultimatum ist im schlechteren Fall immer mit Konsequenzen verbunden. Wenn er sich also für das Kiffen entscheidet, dann musst du damit klarkommen und darfst auf keinen Fall nachgeben. Wenn du ihm ein Ultimatum stellt und er sich nicht ändert, dann musst du ihn verlassen. Ansonsten wird dein Ansehen in seinen Augen sinken und er denkt, er kann machen was er will, du bleibst sowieso und deine Worte sind nur heiße Luft!

Du hast es verdient dein Leben so zu leben, das es dich glücklich macht. Viele haben Angst danach alleine zu sein und niemanden mehr zu finden, der zu einem passt. Das ist absoluter Quatsch! Dieser Partner hat nicht zu dir gepasst und der richtige wartet noch da draußen auf dich. Wir wünschen euch beiden alles Gute und hoffen, dass ihr es schaffen werdet. Wenn eure Beziehung nicht stärker ist als Cannabis, dann seit ihr nicht für einander geschaffen.