Risiken durch Kiffen

Körperliche und psychische Risiken

Kiffen gewinnt in unserer Gesellschaft mit jedem Jahr an Beliebtheit. Mediziner verschreiben immer häufiger Medikamente auf Cannabis-Basis. Aber vielleicht fragst du dich, welche Schattenseiten die „Heilpflanze“ hat. Hier erfährst du mehr über die Risiken des Kiffens!

Wirkung von Cannabis

Cannabis enthält zwei wichtige Wirkstoffe, CBD (Cannabidiol) und THC (Tetrahydrocannabinol). Beide sind Cannabinoide, besondere Substanzen, die sich beim Konsum auf unser Nervensystem auswirken. CBD wirkt für gewöhnlich beruhigend und schmerzlindernd. THC wirkt psychoaktiv und erzeugt einen Rauschzustand. Wenn du kiffst, kommt es zu einer Überforderung deines Nervensystems. Dabei aktiviert das THC gewisse Bereiche deines Gehirnes, die deine Wahrnehmung und dein Körpergefühl steuern.

Körperliche Risiken des Kiffens

Die Entwicklung in der Jugend

Da THC unser Nervensystem gewissermaßen umprogrammiert, gefährdet Kiffen besonders jugendliche Konsumenten. Denn in der Kindheit und Pubertät finden unzählige Veränderungen in unserer Hirnstruktur und dem Nervensystem statt. In dieser Phase sorgt der Konsum für eine verzögerte und veränderte Entwicklung von Körper und Geist.

So entstehen extreme Lernschwächen. Regelmäßiges Kiffen überreizt die Bereiche in deinem Hirn, die für dein Kurzzeitgedächtnis zuständig sind. Außerdem leiden die motorischen Fähigkeiten und die Konzentration besonders unter dem Konsum in der Jugend.

Atemwegserkrankungen

Die beliebteste Konsumform von Cannabis ist nach wie vor das Rauchen. Dabei entstehen unzählige Schadstoffe, die die Atemwege und Lunge belasten. Statistisch gesehen entstehen beim Rauchen von Cannabis deutlich mehr Schadstoffe. Viele Kiffer rauchen ihre Joints ohne Filter, sondern mit sogenannten Tipps.

Diese zusammengerollten Pappstreifen dämmen die schädliche Wirkung kaum ein. Da Kiffen deine Schleimbildung verstärkt, entsteht eine höhere Gefahr an Bronchitis und verschiedenen Lungeninfektionen zu erkranken. Der Langzeitkonsum kann durch die dauernde Belastung zu Mund-, Kehlkopf- und Lungenkrebs führen.

Gefahr bei Herzproblemen

Wenn du kiffst, erweitern sich dabei durch das THC deine Blutgefäße. Das sorgt oberflächlich gesehen für die blutunterlaufenen Augen, die wir mit dem Cannabis-Konsum verbindet. Gleichzeitig steigert sich dabei aber auch die Herzfrequenz deines Körpers. Das kann zu Herzrasen führen und auf Länge für Herzrhythmusstörungen sorgen. Diese können für Menschen mit Herzerkrankungen sehr gefährlich werden.

Mögliche körperliche Risiken

Wissenschaftler vermuten, dass es noch mehr Gefahren geben könnte, die durch das Kiffen entstehen. Zum Einen gehen Kritiker seit einigen Jahren davon aus, dass regelmäßiger Konsum eine negative Wirkung auf die Potenz haben könnte. Zum Anderen besteht die Theorie, dass Cannabis-Konsum das gesamte Immunsystem nachhaltig schwächt. Zu beiden Mutmaßungen fehlt aber das wissenschaftliche Beweismaterial.

Körperliche Abhängigkeit

Lange Zeit zweifelten Kiffer an, dass Cannabis-Konsum zu körperlicher Abhängigkeit führen kann, aber inzwischen gibt es Beweise für das Gegenteil! Denn dadurch, dass wir beim Kiffen regelmäßig unser Nervensystem überfordern, gewöhnt sich unser Körper mit der Zeit immer mehr daran. Gleichzeitig fällt es unserem Stoffwechsel immer leichter die Cannabinoide wieder abzubauen.

Diese Toleranz lässt uns mit der Zeit immer mehr konsumieren. Wenn der Körper die Cannabinoide nun plötzlich nicht mehr abbauen muss, entstehen diverse Entzugserscheinungen. Grundsätzlich sind es Symptome wie Schlafstörungen, Schweißausbrüche, Übelkeit und Appetitlosigkeit, die mit dem Entzug bei einer körperlichen Abhängigkeit eintreten. Im Vergleich zu anderen Abhängigkeiten fallen die körperlichen Symptome einer Cannabis-Abhängigkeit jedoch relativ mild aus.

Psychische Risiken des Kiffens

Entwicklungshemmungen

Wenn du Langzeit-Kiffer bist, kennst du vielleicht diese emotionale Gleichgültigkeit, die sich mit der Zeit breit macht. Die ist eine Folge der andauernden Überreizung von Hirnbereichen, die für die emotionale Verarbeitung zuständig sind. Wenn du lange kifft sorgst du dafür, dass sich die Entwicklung deiner Persönlichkeit verlangsamt. Denn so sabotierst du Erfahrungsprozesse innerhalb deiner eigenen Psyche. Die Störung des Kurzzeitgedächtnisses unterstützt diesen Vorgang.

Psychische Abhängigkeit

Die psychische Abhängigkeit ist ein stark unterschätztes Risiko des Kiffens. Denn durch regelmäßiges Kiffen gewöhnt sich vor allem unsere Psyche an dessen etliche desorientierenden Wirkungen. Wenn du täglich kiffst, ist dein Geist darauf eingestellt Erlebnisse permanent gedämpft wahrzunehmen oder zu verdrängen. Das sorgt dafür, dass du bei einem Entzug extreme Unruhen erfahren wirst. Denn du wirst plötzlich wieder dazu gezwungen sein, Erfahrungen und Gefühle zu verarbeiten. Gleichzeitig fällt die sedierende Wirkung des Cannabis weg, so dass Nervosität und eine verstärkte Reizbarkeit eintreten.

Soziale Angststörungen

Eine der größten Gefahren des Kiffens ist die Tendenz, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen. Wenn du bekifft bist, sinkt durch die intensivere Wahrnehmung das Interesse daran dich vielen Eindrücken auszusetzen. Gleichzeitig bist du sediert, was für eine grundsätzliche Antriebslosigkeit sorgt.

Diese beiden Wirkungen sorgen gemeinsam dafür, dass du dich in deine Komfortzone zurückziehst. Dabei verlierst du immer mehr den Bezug zu deinem Umfeld, bis du dich wenn nur noch mit anderen Kiffern umgibst. Währenddessen wirkt sich das Kiffen auf weitere Lebensbereiche aus. Du lässt immer mehr schleifen. Solange bis es so wirkt, als könntest du gar nicht mehr an sozialen Situationen teilnehmen, die außerhalb deiner Kontrolle liegen. So entsteht ein Teufelskreis, bei dem du dein eigenes Potential ausbremst und langsam immer isolierter lebst.

Psychosen

Die Risiken des Kiffens sind vielseitig, und viele Konsumenten unterschätzen vor allem die psychologischen Folgen. Diese können den Rest des Lebens über anhalten. Wer schon Voraussetzungen besitzt gewisse psychische Probleme zu entwickeln, läuft Gefahr diese beim Kiffen auszulösen. Auch Menschen mit emotionalen Traumata können so in eine Depression rutschen. In den meisten Fällen sorgt Kiffen für verschiedene Formen der Paranoia. Zudem kann Kiffen bei Menschen mit schizophrenen Tendenzen eine tatsächliche Schizophrenie hervorrufen.