Vorbereitung auf den
Cannabis-Entzug

Wie eine Vorbereitung den Cannabis-Entzug erleichtert

Haben dir die 10 Gründe gegen Kiffen im vorherigen Beitrag auch klarwerden lassen, das du unbedingt den täglichen Konsum aufgeben solltest? Bist du jetzt bereit, dein Leben zum positiven zu verändern? Wenn ja, dann widmen wir uns jetzt der Vorbereitung auf den Cannabis-Entzug. In diesem Beitrag erklären wir dir, warum eine Vorbereitung die Voraussetzung für einen erfolgreichen Cannabis-Entzug ist.

1. Warum benötige ich eine Vorbereitung für den Cannabis-Entzug?

Viele Dauerkiffer wollen seit Jahren mit dem Kiffen aufhören und sagen sich immer wieder morgen oder am Montag oder an meinem Geburtstag! Das kennst du bestimmt selber von dir. Diejenigen, die dann wirklich den Cannabis-Entzug starten, machen es meistens, weil ein bestimmtes Erlebnis stattgefunden hat.

Nehmen wir mal das Beispiel, das ein Nicht-Kiffer dir so richtig die Meinung zu deiner Cannabis-Sucht gesagt hat. Viele reagieren dann überstürzt und hören von heute auf morgen auf, erst einmal. Eigentlich klingt das alles super, leider hat der Austausch mit tausenden Betroffenen Ernüchterung gebracht. Sogar uns ging es unzählige Male so. 

Die Motivation hielt zwar einige Tage an aber der eiserne Wille wurde von Tag zu Tag schwächer, bis man nach wenigen Tagen wieder Rückfällig wurde. Das soll dir nicht passieren. Ein Rückfall ist nicht schlimm, aber umso öfter du rückfällig wirst, umso schwerer wird es sich wieder neu zu motivieren. Wir hatten Langzeitkiffer in der Community, die 20 Versuche hinter sich hatten, aber immer wieder rückfällig geworden sind. Daher ist es wichtig, sich optimal vorzubereiten und mental auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. 

Mit der richtigen Vorbereitung minimierst du den Rückfall und das Ziel wird wesentlich einfacher sein zu erreichen. Du kannst auch keinen Führerschein-Test bestehen, ohne dich vorbereitet zu haben oder ein Haus bauen, ohne einen richtigen Plan zu haben. Genauso ist es auch beim Cannabis-Entzug oder allen anderen Bereichen des Lebens.

2. Wie lange dauert die Vorbereitung auf den Cannabis-Entzug?

Das kommt eigentlich ganz auf dich selber an. Du kannst sofort loslegen, sobald du alles verstanden hast und das Gefühl hast, bereit zu sein. In unserer Entzugskur findest du nicht nur 7 wichtige Tipps zur Vorbereitung. Uns ist es wichtig, dass du auch das Basiswissen eines Entzugs verstehst. Die wichtigsten Fragen sind:

  • Was passiert in meinem Körper, wenn ich kiffe?
  • Was passiert in meinem Körper, wenn ich mit dem Kiffen aufhören?
  • Wieso entstehen Entzugserscheinungen?
  • Welche Entzugserscheinungen können auftreten?
  • Welche Lösungen gibt es für die einzelnen Entzugserscheinungen?
  • Was ist das Endocannabinoidsystem?
  • Warum ist das Endocannabinoidsystem so wichtig?
  • Wie halte ich den Entzug mental durch?
  • Wie bleibe ich langfristig clean?

Erst wenn du diese Fragen beantwortet hast, solltest du mit dem Cannabis-Entzug starten. Fühlt es sich nicht schon ganz anders an, wenn du die Antworten auf all diese Fragen hättest? Wärst du nicht noch motivierter und bereit loszulegen?

Was ist aber das wichtigste an einer optimalen Vorbereitung? Genau, es geht darum dir die Angst vor dem Unbekanntem zu nehmen. Wenn du weißt was passiert, ist der Entzug nur noch halb so angsteinflößend. Deswegen ist es nur jedem zu raten, alle Informationen zu verinnerlichen. Das kann durch eine Suchtberatung in deiner Stadt  geschehen oder direkt mit uns und unserer Entzugskur!

3. Muss ich alle Vorbereitungstipps umsetzen, wenn ich mit dem Kiffen aufhören will?

Es gibt Sieben sehr effektive Tipps, die du unbedingt umsetzen solltest. Wenn du es aus irgendwelchen Gründen nicht schaffst alle umzusetzen, ist das nicht schlimm. Umso mehr umso besser ist natürlich auch hier die Devise.

Es bedeutet aber nicht, das du dich der Droge deswegen ergeben musst. Wenn du mindestens Vier der Sieben Tipps umsetzt, dann ist das schon in Ordnung. Wichtig ist es die oberen Fragen beantwortet zu bekommen und zu verstehen, was alles auf einen zukommen kann.

4. Vorbereitungstipps zum Cannabis-Entzug

4.1. Alles wegwerfen

Mit „alles wegwerfen“ ist natürlich nur all das gemeint, das dich ans Kiffen erinnert wie zum Beispiel dein Gras, deine Bong, deinen Crusher und alles andere. In den ersten Tagen denkt man noch viel ans Kiffen.

Es ist also keine gute Idee eine Reserve für den Notfall aufzubewahren. Vielmehr ist es eine Befreiung. Denn wenn du etwas aufhebst, quälst du dich nur selbst. Die Verführung ist oft zu groß und führt zum Rückfall.

Ziehe einen Schlussstrich. Es wird immer leichter deinen Tag ohne Gras zu gestalten. Bald empfindest du deine neuen Routinen als völlig normal und du bist endlich in deinem neuen Leben angekommen.

4.2. Veränderung zu Hause

Eine weitere wichtige Vorbereitung für den Entzug ist das Umstellen deiner Wohnung. Das hört sich vielleicht erstmal seltsam an, ist jedoch sehr sinnvoll. Wenn du immer wieder an denselben Plätzen sitzt, an denen du zuvor immer breit gechillt hast, wird das Verlangen nach dem Kiffen viel größer sein.

Routine und Gewohnheit spielt auch hier eine große Rolle. Durchbreche deine alten Gewohnheiten und schaff dir Neue. Stell auf jeden Fall dein Wohnzimmer und dein Schlafzimmer um. Werde kreativ und erschaffe dir neue Lieblingsplätze – vielleicht sogar mit einem neuen Anstrich und neuer Deko.

4.3. Wegfahren

Einen Entzug zu starten ist anderenorts leichter. Natürlich ist es nicht zwingend notwendig, aber es ist fernab der gewohnten Umgebung einfacher. Du fällst nicht in gewohnte Routinen zurück und bist zudem abgelenkt. Vielleicht hast du Freunde in einer anderen Stadt, die du eh mal wieder besuchen willst? Oder wolltest du schon immer mal einen spontanen Kurztrip machen? Das ist die perfekte Möglichkeit.

„Die Tipps waren ein kleiner Auszug aus unserer Entzugskur!“

5. Was passiert, wenn ich keine der Tipps umsetze?

Wenn du keinen der Tipps umsetzt, dann ist es dir nicht ernst genug und du solltest den Cannabis-Entzug nochmal überdenken. Wenn du dein Leben wirklich ändern willst, dann sind die Vorbereitungstipps überhaupt kein Problem für dich! Solltest du für die Hälfte der Tipps eine Ausrede parat haben, wirst du den Entzug nicht überstehen. Wenn es schon an der Umsetzung der Tipps scheitert, bist du noch nicht an dem Punkt, an dem du wirklich mit dem Kiffen aufhören willst.

Ich will aufhören, aber schaffe ich das?

Sicherlich gibt es mal gute und mal schlechte Tage bei deinem Entzug. Es ist normal, dass du Zweifel hast. Denke stets daran: Du wirst gut vorbereitet sein, und in sieben Wochen hast du es endlich geschafft. Du wirst nicht mehr abhängig von einer Pflanze sein, die dein Leben kontrolliert. Du wirst endlich wieder die Person, die du vor dem ersten Joint warst! Zudem stärkt dir unsere Community und unser Team den Rücken. Wir werden für dich da sein!

Hunderte haben es vor dir geschafft und bald wirst du auch einer von ihnen sein. Am besten denkst du nicht zu sehr an den Entzug, sondern an die Zeit danach. Konzentriere dich auf deine Ziele. Du erreichst sie schneller, als es dir jetzt vielleicht scheint. Dein neues Leben ohne Abhängigkeit wartet bereits auf dich! Hier geht’s zur Entzugskur!

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