Was ist Cannabis?

Cannabis ist der Name der indischen Hanfpflanze. Diese Pflanze enthält einen besonderen Wirkstoff mit dem Namen THC. Dieser Wirkstoff ist es, der Kiffer in einen Rauschzustand versetzt. Mittlerweile gibt es aber zwei Wirkstoffe in Cannabis, die weltweit für Schlagzeilen sorgen.

Was genau ist Cannabis?

Cannabis ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Cannabaceae. Die Cannabaceae wird auch in Deutschland als Hanfgewächse bezeichnet. Hanfpflanzen gehören zu den ältesten Nutzpflanzen der Erde. Es gibt sehr viele Möglichkeiten diese Pflanze zu nutzen. Die Textilindustrie gewinnt damit Fasern, um Kleidung herzustellen. Die Papierindustrie benutzt ebenfalls die Fasern für die Verarbeitung. Den größten Nutzen wird jedoch die Pharmaindustrie in Zukunft haben.  Es hilft Patienten auf natürliche Weise zu entspannen und schmerzen zu lindern.

Jedoch wird Cannabis auch als Rauschdroge konsumiert und findet immer größere Aufmerksamkeit. Das Image hat sich gewandelt. Das Bild von Cannabis ist nicht mehr das, was es mal war. Als Wundermittel wird es jetzt angepriesen, da klar wird, das man eine Menge Geld damit verdienen kann. Was als Entspannung gedacht war, kann schnell zu einer Abhängigkeit mit schwerwiegenden Folgen führen.

Die Geschichte von Cannabis?

Cannabis wird seit Jahrtausenden vor Christus, gerade in China als Nutzpflanze, aber später auch als Heilpflanze verwendet. Als Nutzpflanze schätzte man die robusten Fasern, die man aus dem Cannabis-Stängel gewinnen konnte. Aus diesen wurden dann entsprechende Seile, Textilien oder aber auch andere Produkte hergestellt.

Zur Heilpflanze wurde Cannabis dann in der Anwendung bei Schmerzen, bei Fieber bei entzündungshemmenden Problematiken aber auch bei Bronchialerkrankungen.

Die ersten Aufzeichnungen für die Verwendung von Cannabis als Rauschdroge gibt es im indischen Raum. Man geht davon aus, dass Cannabis aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten als eine göttliche Pflanze angesehen wurde, die dann auch Einzug in hinduistische Zeremonien fand.  Über China und Indien verbreitete sich dann Cannabis als Nutzpflanze in Richtung des nahen Mittleren Osten Europas und später auch nach Amerika und Südamerika.

Die ersten Aufzeichnungen zur Verwendung als Heilpflanze gibt es bei uns im deutschen Raum dann in der Klostermedizin im 16. Jahrhundert. Als Rauschdroge wurde Cannabis dann erst im 19. Jahrhundert populär.

Die Wirkung von Cannabis

Was ist denn überhaupt für die erzeugende Wirkung des Cannabis verantwortlich? Das sind natürlich die Inhaltsstoffe des Cannabis, die Cannabinoide. Die zwei wichtigsten Wirkstoffe oder Inhaltsstoffe, die in besonders hohen Konzentrationen vorkommen, sind zum einen das THC (das Tetrahydrocannabinol) und zum anderen das CBD (das Cannabidiol).

Diese haben beide auch gegensätzliche Wirkung. Das THC wirkt berauschend und das CBD wirkt sedierend. Cannabis wächst zweihäusig auf, das heißt es gibt männliche und weibliche Pflanzen. Es werden aber nur in der weiblichen Pflanze ausreichend THC Mengen produziert, welche überhaupt erst einen Rausch erzeugen.

Das heißt, die männliche Pflanze wird vorwiegend nur als Nutzpflanze verwendet. Wenn wir über Cannabis und Hanf lesen, wird meistens dieses charakteristische große Blatt gezeigt, aber auch dieses Blatt enthält eine viel zu niedrige THC-Konzentration, um tatsächlich einen Rausch zu erzeugen. Das heißt, die höchsten Mengen an THC enthält die weibliche Blüte und bei der weiblichen Blüte vor allen Dingen des weiblichen Blüten-Harzes.

Die beliebtesten Cannabis-Podukte

Es gibt drei unterschiedliche Produkte, die dann aus Cannabis gewonnen werden und als Rauschdroge verkauft werden.

Marihuana

Zum einen ist es Marihuana. Unter Marihuana verstehen wir die getrocknete, weibliche Blüte die auch als Gras bezeichnet wird.

Haschisch

Das zweitbeliebteste ist Haschisch. Haschisch ist das getrocknete und gepresste Harz aus der Blüte. Es ähnelt einer dunklen Schokolade und wird auch als Peace bezeichnet.

Haschischöl

Was auch sehr beliebt ist, ist Haschischöl. Das Haschischöl ist nochmal ein konzentrierterer Auszug aus dem Blüten-Harz. Das Öl ist flüssig und wird dann zum Beispiel auf Zigaretten getropft und durch das Rauchen konsumiert.

Von den 3 Cannabisprodukten ist die beliebteste Art Cannabis zu konsumieren das Rauchen. Hierzu wird Haschisch und Marihuana zerbröselt und mit Tabak vermischt. Anschließend wird es mit Papers zu einem Joint gerollt. Das Rauchen eines Joints bezeichnet man als kiffen. Deshalb spricht man auch von Kiffern.

Cannabis im Vaporizer

Da beim Rauchen eines Joints natürlich grundsätzlich die gleichen schädlichen Stoffe entstehen, wie auch beim Rauchen einer Zigarette, wird das Inhalieren über einen Vaporizer seit kurzer Zeit bevorzugt.  

Hier wird Marihuana oder Haschisch in das entsprechende Gerät eingefüllt und verdampft. Dabei ist zu wissen, dass das THC bei etwa 185 Grad verdampft und diese Temperatur auch in etwa dann bei einem Vaporizer produziert wird.

Wohingegen beim Joint rauchen durchaus Temperaturen von 700 Grad entstehen, sodass die Temperaturbereiche ganz anders sind. Man muss schon sagen, dass beim vaporisieren mit Sicherheit weniger Schadstoffe und gesundheitsschädliche Stoffe entstehen, als beim Verdampfen. Das Verdampfen ist aber auch nicht komplett schadstofffrei, weil auch hier mit schädlichen Temperaturen gearbeitet werden muss.

Wie wird Cannabis noch konsumiert?

Des Weiteren werden diese Produkte aber auch nicht nur im Joint oder anderweitig gerollt geraucht, sondern auch in Bongs, Wasserpfeifen oder normalen Pfeifen. Diese Wasserpfeifen haben das Ziel einen besseren Rausch und intensiveren Effekt zu bekommen.

Eine weitere Anwendung von Cannabis ist auch durchaus die Verwendung als Lebensmittel. Zum Beispiel als Kekse oder auch als Tee. Hier muss erwähnt werden, dass die Wirkung deutlich schlechter planbar ist.

Der Wirkungseintritt bei Lebensmitteln ist davon abhängig, wie die Nahrungsaufnahme allgemein aussieht. Also wie schnell kommen die Stoffe durch den Magen in den Darm und dann auch im Blut an. Das kann durchaus mal zwei Stunden dauern, je nachdem wie fettreich dazu gegessen wird.

Das sieht beim Rauchen natürlich ganz anders aus. Beim Rauchen ist es so, dass durch das Verdampfen und das Inhalieren die Wirkstoffe sehr schnell durch die Lungen im Blut und dann auch im Gehirn ankommen. In der Regel ist nach spätestens 10 Minuten ein Wirkungseintritt zu spüren.  Die Wirkung hält so 30 bis 60 Minuten an und klingt nach  2-3 Stunden wieder ab.

Hierzu ist allerdings zu sagen, dass die Cannabinoide, also die Inhaltsstoffe fettlöslich sind, also fett lieben und sind sich gerne im Fettgewebe einlagern. Aus diesen Gründen kann der Konsum nach Wochen noch nachgewiesen werden. Das funktioniert über verschiedenste Nachweismöglichkeiten.

Beim Autofahren nach dem Konsum von Cannabis muss beachtet werden, das die Nachweisgrenze weit darüber hinaus liegt.  Gerade bei regelmäßiger Anwendung kann das auch schon mehrere Wochen der Fall sein. Es darf ein Nanogramm Wert von 0,1 nicht überschritten werden.

Cannabis und das Gesetz

Cannabis unterliegt in Deutschland dem Betäubungsmittelgesetz schon seit vielen Jahren. Es war aber mal so, das man 1872 Cannabis legal in deutschen Apotheken erwerben konnte.

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die erste Opium-Konferenz in Den Haag ins Leben gerufen, wo  verschiedenste Staaten versucht haben Rauschdrogen wie Opium aber auch Kokain und auch Cannabis zu reglementieren und einheitliche Lösung länderübergreifend zu finden.

Da gab es dann bei der ersten Konferenz noch keinen wirklichen Beschluss. Erst in der zweiten Konferenz in Genf 1924 verabschiedete man letzten Endes einen Beschluss, der dazu führte, dass 1929 Cannabis in Deutschland verboten wurde. Der Vertrieb über Apotheken auf ärztliche Anweisung war weiterhin erlaubt, aber ansonsten war der Besitz von Cannabisprodukten und der Konsum von Cannabisprodukten verboten.

Durch den Zweiten Weltkrieg und natürlich auch die Thematik, dass die Länder untereinander nicht mehr kommunizierten, ging das Thema Cannabis etwas unter.

Erst Ende der 60er Jahre mit der Studentenrevolution und der entsprechenden Hippiebewegung kam Cannabis wieder stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung. Cannabis wurde dann 1971 tatsächlich in Deutschland verboten.

Auch in den Apotheken wurde Cannabis nicht mehr verkauft. Trotz allem fand Cannabis immer mehr Anwendung in der Bevölkerung, sodass Cannabis seit 1970 die zweitstärkste konsumierte Rauschdroge nach Alkohol weltweit ist.

Das führte dann soweit, dass 1994 das Bundesverfassungsgericht einen richterlichen Beschluss fasste, in dem der Cannabis Besitz in geringfügigen Mengen erlaubt wurde. Diese wurde allerdings nie in einem Gesetze überschrieben.

Cannabis in den Bundesländern

So haben wir in verschiedenen Bundesländern uneinheitliche Regelungen. Wie viel Gramm besitzt werden darf oder toleriert wird, ist unterschiedlich. Der Besitz ist erstmal strafbar und wird von der Polizei aufgenommen und wird an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Die Staatsanwaltschaft kann aber aufgrund dieses richterlichen Beschlusses dann das Verfahren einstellen, sodass keine wirklichen Konsequenzen daraus entstehen.

Seit 1996 gibt es einen neuen Beschluss, das Cannabis als Nutzpflanze wieder angebaut werden darf. Wichtig hierfür ist allerdings, dass man nachweisen muss, dass der Gehalt an THC mindestens unter 0,3 % liegt.

Im Jahre 2011 wurde dann das Betäubungsmittelgesetz wieder geändert, wo Cannabis grundsätzlich als verkehrsfähige Substanz beschrieben wird. Was die Möglichkeit dann auch wieder offenbart, dass man in den Apotheken Cannabis auch zu Arzneitherapien abgeben darf und handeln darf.

In unserer Community kannst du dich gerne weiter über das Thema  Cannabis austauschen. In unserem nächsten Beitrag erfährst du mehr über Cannabis und die Wirkung.

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