Was ist Cannabis?

Alles was du über Cannabis wissen musst

Cannabis ist der Name der indischen Hanfpflanze. Diese ist vor allem durch die Wirkstoffe THC und CBD bekannt. Warum gerade diese Stoffe so vielseitig, aber auch gefährlich sind und wie sie sich auf deinen Körper und Geist auswirken, erfährst du hier!

Was ist Cannabis überhaupt?

Eigentlich gehört die Cannabispflanze zu einer größeren Pflanzengattung, den Cannabicae, hier in Deutschland vor allem als Hanfgewächse bekannt. Der Cannabis sticht dabei aus 2 Gründen hervor:

Zum Einen werden seine Fasern schon seit Jahrtausenden verwendet, um zum Beispiel Seile, Textilien, oder auch Papier herzustellen.

Zum Zweiten enthalten seine Blüten die bewusstseinserweiternden und schmerzlindernden Wirkstoffe THC und CBD.

Diese Blüten werden darum schon seit Langem von Privatpersonen als Rauschmittel konsumiert, inzwischen aber auch mit wachsendem Interesse der Pharmaindustrie als Medizin an unterschiedlichste Patienten verschrieben. Gerade wegen der berauschenden Wirkung des THC, war die Pflanze bei uns lange Zeit komplett illegalisiert. Ihr Ruf wurde in den letzten Jahren aber immer positiver, deshalb zeichnet sich für die kommenden Jahre immer deutlicher eine größere Wende der Gesetzeslage ab.

Die Wirkstoffe in Cannabis

Die beiden für unser Anliegen wichtigsten Inhaltsstoffe der Cannabispflanze sind THC, kurz für  Tetrahydrocannabinol und CBD, auch bekannt als Cannabidiol. Beide sind sogenannte Cannabinoide, Stoffe die das Endocannabinoid-System, also einen Teil des körpereigenen Nervensystems, beeinträchtigen.

Cannabis hat als zweihäusige Pflanze männliche und weibliche Ableger. Hier ist wichtig zu wissen, dass sich beide Stoffe vor allem in den Blüten sammeln und nur  weibliche Pflanzen überhaupt genügend Mengen an THC und CBD produzieren, um einen großartig spürbaren Effekt zu erzeugen. Die männliche Pflanze wird unterdessen vorwiegend als Nutzpflanze verwendet.

Was ist Cannabis 2

Wie wird Cannabis konsumiert?

Es gibt hauptsächlich 3 Produkte die man aus Cannabis gewinnen und konsumieren kann:

Marihuana

Marihuana ist die Bezeichnung für die getrocknete weibliche Blüte, die man auch als "Gras" kennt. Geraucht wird Marihuana am liebsten als Joint, im Vaporizer oder in einer Bong.

Haschich

Haschisch nennt man das getrockneten, gepressten Harz oder die Pollen der Blüte. Es ist eine dunkelbraune, knetbare Masse ist, die einer Schokolade ähnlich sieht.

Haschischöl

Haschischöl ist Haschisch in einer öligen Form mit einem sehr hohen THC Gehalt. Konsumiert wird es ebenfalls im Joint oder in der Bong oder sogar überzogen als Zigarette.

„Am Beliebtesten ist es Cannabis zu rauchen."

Dabei werden Marihuana, oder Haschisch klein gebröselt und vorwiegend mit Tabak in ein Longpaper gerollt. Weil das Rauchen von Cannabis als „Kiffen“ bezeichnet wird, nennt man Konsumenten umgangssprachlich auch „Kiffer„.

Neben dem Rauchen in Zigarettenform gibt es noch Wasserpfeifen, sogenannten Bongs, die durch die starke Rauchbildung innerhalb weniger Züge einen stärkeren Rausch erzielen können. Seit einigen Jahren rückt auch Verdampfen als gesündere Alternative in den Vordergrund: Dazu füllt man Marihuana in einen Vaporizer, sprich Verdampfer, der das darin enthaltene THC ab circa 185 Grad zum Verdampfen bringt, ohne einen Brennvorgang zu erzeugen. Der kann bei einem Joint schon mal 700 Grad erreichen und sorgt für einige Schadstoffe, die aber auch beim Verdampfen in deutlich geringeren Mengen durch die erhöhten Temperaturen erzeugt werden. Beim Rauchen und Verdampfen ist normalerweise nach 10 Minuten ein Wirkungseintritt zu spüren. Die Wirkung dauert etwa 30 bis 60 Minuten und klingt nach 2-3 Stunden wieder ab.

Was ist Cannabis 3

Da THC aber auch fettlöslich ist, kann man es zudem in Lebensmitteln verarbeiten und konsumieren. Ob Brownies, Muffins, oder Kakao: Mit etwas Know-how kann schon ein Stück Butter als Träger für die Cannabinoide dienen. Den Effekt beim Verzehr THC-haltiger Lebensmittel kann man aber deutlich schlechter einschätzen. Der hängt vom persönlichen Stoffwechsel, wie auch dem gewählten Essen ab und kann manchmal bis zu 2 Stunden auf sich warten lassen, dafür aber auch über 5 Stunden anhalten. Da die Cannabinoide aber so extrem fettlöslich sind, lassen sie sich sehr lange im eigenen Körperfett nachweisen. Das ist vor allem von regelmäßigen Konsumenten beim Autofahren zu beachten, da schon beim Überschreiten eines Nanogramm Wertes von 0,1 Strafen drohen.

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Wie wirken diese sogenannten Cannabinoide?

THC sorgt für den klassischen Rauschzustand, der mit Cannabis verbunden wird. Viele nennen ihn auch das „High“. Wenn du THC konsumierst, wirkt es sich psychoaktiv, also bewusstseinserweiternd auf deine Wahrnehmung aus. Dabei wird vor allem dein Stammhirn stimuliert, was für sensiblere Reaktionen auf alle direkten Sinnesreize und erhöhte Grunderhaltungstriebe, wie zum Beispiel den Appetit, sorgt. Gleichzeitig vernehmen viele Kiffer anfangs einen erheiternden Effekt beim Konsum von THC. CBD wirkt stattdessen vor allem beruhigend, schmerzlindernd und grundsätzlich eher ermüdend. Durch den Kontrast der beiden Effekte, entsteht eine gegensätzliche Wirkung, die je nach Gehalt von THC und CBD innerhalb der Cannabis-Zuchtart variiert.

Welche Folgen können durch tägliches Kiffen entstehen?

Langjähriger und täglicher Cannabiskonsum kann viele gesundheitliche Folgen haben. Lungenprobleme sind durch das Rauchen noch offensichtlich, viele Langzeitkonsumenten haben aber auch mit Herzrhythmusstörungen und einem erhöhten Krebsrisiko zu kämpfen. Zudem entwickelt man auf Dauer eine körperliche Abhängigkeit, die sich beim Entzug mit Übelkeit, Magenproblemen und Schweißausbrüchen bemerkbar macht.

Psychische Folgen sind unter anderem Antriebslosigkeit, Depression, eine Schwächung des Kurzzeitgedächtnisses und Hemmungen der Persönlichkeitsentwicklung. Der Konsum sorgt bei vielen auch für Paranoia und kann schon vorhandene Neigungen zu psychischen Problemen verstärken und so Psychosen bewirken. In der Regel ziehen sich Langzeitkiffer durch die stetige Überforderung von allgemeinen Sinnesreizen und alltäglichen Pflichten über die Zeit immer mehr aus ihrem Sozialleben zurück und büßen viele Aspekte ihrer Kommunikationsfähigkeit ein.

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