Wirkung von Cannabis

So wirkt Cannabis auf den Körper und Psyche

Unser gesellschaftliches Bild von Cannabis hat sich in den letzten Jahren immer mehr ins Positive gewandelt. Inzwischen fangen immer mehr Leute an zu kiffen. Aber wie können wir uns seine Wirkung eigentlich vorstellen?

Kurzfristige Wirkung von Cannabis

Ob „High“, „Stoned“, oder „Breit“, der Rauschzustand des Cannabis hat viele Namen, die du bestimmt schon mal gehört hast!
Aber vielleicht hast du noch nie gekifft, oder erst damit begonnen, und fragst dich wie sich das so anfühlen kann. Vor allem in der Anfangszeit fühlen wir uns im Rausch meist rundum desorientiert. Denn unser Körper ist es noch nicht gewohnt so starke Cannabinoide, die Wirkstoffe im Cannabis, zu verarbeiten.

Vor allem das THC überrumpelt quasi unser Nervensystem. Das sorgt dafür, dass wir uns fast schon schwebend fühlen, als sei der Geist vom Körper getrennt. Denn die Bereiche unseres Hirns, die die Motorik bestimmen, werden überfordert. Hattest du schon mal das Gefühl bekifft die besten Ideen zu haben, nur um sie gleich wieder zu vergessen? Das liegt daran, dass normalerweise passive Teile unseres Gehirns durchs Kiffen aktiviert werden. Zum Beispiel auch der Hippocampus, der das Kurzzeitgedächtnis steuert.

Oder hast du schon mal mitbekommen, wie Kiffer ausgiebig über etwas Banales fast totgelacht haben? Das liegt daran, dass Dopamin, ein Glückshormon, freigesetzt wird. Das führt einen erheiternden Effekt herbei. Gleichzeitig entwickelt sich meistens ein Heißhunger. Denn die Nervenzellen, die die Sättigung kontrollieren, werden durchs THC umgepolt.

Das ist noch nicht alles!

Da vor allem im Marihuana THC und CBD enthalten sind, entsteht oft eine gegensätzliche Wirkung. CBD wirkt vor allem betäubend und sorgt so für körperliche Entspannung und gelinderte Schmerzen. THC beschleunigt hingegen unsere Gedanken und Wahrnehmung. Darum sitzen wir bekifft meistens lange Zeit regungslos da, während unsere Gedanken nicht zur Ruhe kommen.

In diesem Zustand können wir möglicherweise auch in größere Angstzustände, oder Panikattacken geraten. Denn Cannabiskonsum beeinflusst auch unsere Informationsverarbeitung.
Je nach Konsumform und Dosis variieren aber Stärke und Dauer des Rausches.

Wirkung von Cannabis 2

Langfristige Wirkung von Cannabis

Am Anfang erreichen wir noch mit geringsten Mengen das angestrebte „High“. Das sieht nach einer Weile schon ganz anders aus. Besonders Dauerkiffer müssen zu immer größeren Mengen greifen. Unser Körper baut mit regelmäßigem Konsum eine Toleranz gegenüber den Cannabinoiden auf. Der dauernde Rausch wird so zu unserem Normalzustand und die anfängliche Euphorie wird Gleichgültigkeit. Da Kiffen auch unsere Gefühle beeinflusst, betäubt es diese auf Dauer.

Daher klagen viele Langzeitkonsumenten über Depressionen. Auch unser Kurzzeitgedächtnis lässt mit der Zeit nach. Denn die ständige Überreizung des Hippocampus macht es dem Hirn schwerer Erinnerungen abzuspeichern. Wenn du vorm Kiffen schon psychische Probleme hattest, könnten diese mit der Zeit zu richtigen Psychosen werden. Unter all diesen Faktoren leiden dann viele Lebensbereiche: Karriere, Sozialleben, Körperpflege, Selbstwahrnehmung, Beziehung und der allgemeine Antrieb. Oft zieht man sich auch immer mehr zurück, da man sich bekifft fast nur noch in Komfortzonen wirklich „sicher“ fühlen kann.

Folgen durch tägliches Kiffen

psychische Abhängigkeit

Durch die langwierige Umstellung des Nervensystems entwickelst du mit der Zeit eine psychische Abhängigkeit. Das wirkt sich in etwa so aus, dass su irgendwann den Rausch als Normalzustand wahrnimmst. Insbesondere bei Stress wird dann immer schneller nach Cannabis gegriffen. Der soll die innere Unruhe betäuben.

Meistens geht es dann darum solange "high" wie möglich zu bleiben. Das äußert sich dann in verschobenen Prioritäten. Denn durch die Toleranz müssen immer größere Geldsummen aufgewendet werden. Du entwickelst zudem immer stärkere Aggressionen und Verzweiflung, wenn du es nicht schaffst an Cannabis zu kommen. Es ist ein Bisschen so, als hätte dein Konsum ein Eigenleben gewonnen. Denn dadurch, dass du Kontrolle im Kiffen suchst, kontrolliert das Kiffen im Endeffekt dich.

körperliche Abhängigkeit

Lange Zeit haben wir es in Frage gestellt, aber inzwischen steht es fest:
Cannabiskonsum macht uns auch körperlich abhängig. Diese Abhängigkeit fällt im Vergleich zu anderen Substanzen wie Tabak, Alkohol oder Heroin eher mild aus. Aber sie kann sehr wohl für großes Unbehagen sorgen.

Zum Beispiel dadurch das Cannabis den Appetit anregt. Denn so trainierst du deinen Körper darauf nur dann wirklichen Hunger zu haben, wenn du im Rausch bist.

Durch die ständige Betäubung der Gefühle empfindest du bei Konsumpausen starke Nervosität und Reizbarkeit.

Weitere Entzugserscheinungen sind zum Beispiel extremes Schwitzen, Übelkeit, Schlafprobleme & Kopfschmerzen.

Fazit zur Wirkung von Cannabis

Cannabiskonsum kann ab und an für Abwechslung sorgen, deine Kreativität steigern oder Stress senken. Gelegentlicher Konsum sorgt aber schon für veränderte Gewohnheiten und körperliche Umstellungen. Und regelmäßiger Langzeitkonsum schwächt den Effekt ab, schafft Probleme im Nervensystem und macht abhängig. Wenn du schon ein Weilchen kiffst, hast du vielleicht schon öfter ans Aufhören gedacht. Oder es sogar schon versucht und bist dann wieder rückfällig geworden. Für alle, die Schwierigkeiten dabei haben die Ausnüchterung zu überstehen haben wir unsere Entzugskur konzipiert. 72 Tage, 3 Phasen und eine inzwischen über 400 Teilnehmer umfassende Community bieten dabei Struktur und Rückhalt. So möchten wir jedem, der sich von seiner Sucht lösen möchte, einen Leitfaden und Rückhalt, den Entzug zu überstehen!